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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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Lom Lvmbardi'i.

ihn richtete Horatins eine seine Unbestechlichkeit rüh-mende Ode (IV, 0 ) und an seine Söhne schrieb erZwei (noch erhaltene) Briefe voll Mer Lehren. Überseinen Charakter urtheilt Vcllejus Parcrcnlns sehrungünstig. Elchhoff.

Lom, 1) Fluß im östl. Bulgarien (EuropäischeTürkei), entspringt ans zwei Ouellenflüsscn am Batkan, dem Ak-L. u. dem Kara (Weißer n. Schwar-zer)-L., welche sich bei Tschelingir vereinigen u. beiRustschnt in die Donau fallen. An seinen Ufern an-fangs Sept. 1877 nachtheiligc Gefechte der Russengegen die Türken infolge deren Elftere sich hinterdieJautrazurückzogen. 2) Fluß im westl. Bulgarien,mündet bei L.-Palanka in die Dona». 3) (L.-Pa-!ankä),Stadtimtllrk.Bilajct-i-Tuna(Donau-Prov.),an der Mündung des Flusses L., etwa 45 Irin unter-halb Widdin; Dampfschiffsstation; 56000 Ew.

Lombard, so v. w. Leihhaus.

stombartia, s. unter Longobardisches VolkSrecht.

Lombardei, hieß 1) der Thcil von Obcritalicn,welcher von den Langobarden früher besessen wurde.2) Landschaft in Italien n. zwar die reichste, geseg-netste n. am stärksten bevölkerte des Königreichs, inObcritalicn, grenzt im O. an Tirol (Österreich) n.an die ital. Landschaft Veneticn, im S. an dieEmilian. Ligurien, im W. an Piemont n. den Schweizer-Danton Tessin und im N. an den Schweizerkantoncstranbünden und umfaßt die Provinzen Bergamo,

Brescia, Como,Cremona,Mantua, Mailand, Pavia I0t,840 Pferden, Esel und Manlthicre, 143,12!«

n.Sondrio; 23,526,ssHkiu(427,.2^HsM)»lit (1871):,460,824Ew.(auf IstMn 147,in ganz Italien 00 , 5 ).DieLandschaftwird in ihrem nördl. Thcile von Zwei-gcnu.IlnslänferndcrCentralalpendurchzogen. Östl.vom oberen Oglio u. der oberen Adda erheben sichauf der Grenze gegen Tirol die Ortlcr Alpen mitdem Monte Adamello (3562 in), Monte Tresero(3618 in), Monte dcl Forno (3704 in) und MonteZebru (3840 in) n. westl. von diesen breiten sich zwi-schen Oglio, Jseo See, Adda n.Comcr See die Ber-gamosker od. Beltlincr Alpen ans mit dem MonteRedorta (3050 in), der Pnnta di Diavolo (2045 in),dem Monte Stella (2620 in) und Monte Azarini(1827 in). Nördl. vom Oberläufe der Adda bildendie Grenze gegen Len Schweizcrkanton Granbündendie Bernina-Alpen mit dem Piz Bernina (4052 in)u. dem Monte della DiSgracia (3680 in). Im nord-westl. Theile der L. bilden die siidl. Anslänfer derLepontischen Alpen zwischen dem Comer See ».demLago Maggiore, die Lnganer Alpen, unzusammen-hängend!: Gebirgsmassen von nur 15701880 inHöhe. Dieser gebirgige Thcil mit herrlichen THL-lern ».schönen Wasserfällen Lacht sich allmählich nachder Poebene ab. Unter den Alpenstraßcn sind diewichtigsten: die Straße über den Splügen (Paßhöhc2117 in) und über das Stilfser oder Wormser Joch(2814 ni); dann die Straße von Maloja (1850 in),über den Bcrninapaß (2230 in) u. der Tonalepaß.

Hauptslnß ist der Po mit Ticino, Olona, Lambro, s Creiiiona verfertigt. Der Handelsverkehr wird durchMolgora, Mnzza, Adda, Brembo, Serio, Oglio, ^ ein dichtes Netz von Eisenbahnen und WasserstraßenMella, Chiese, Osone, Mincio. Seen: Lago Mag-^ gefördert. Die Ausfuhr übertrifft bedeutend die Ein-giorc, L. die Varese, L. di Lugano, L. die Como, L.jfuhr; Ansfnhrartikcl sind: Seide, SciLcnwaarcn,di Mezzola, L. d'Jseo, L. d'Jdro, L. di Garda. Das! Käse, Flachs, Getreide, Hülsenfrüchte, Reis, Wolle,Klima ist, außer in den Sumpfgegenden (wie bei Eisenwaarcn rc.; Einfuhrartikel sind: Colonialwaa-Mantua) angenehm n. gesund, im nördlichen Theist reu, Südfrüchte, Mannfacturwaaren, Steinkohle»,rauh, im S. mild; Mailand hat 10 ^" Ik mittlere.Schlachtvieh rc. H- Berns.

Jahrestemperatur (größte Hitze 20°, größte Kälte! Lombardei, s. Lombard -Benctian. Königreich.

0 » R), die Gebirgsgegenden dagegen 8 u /°SantastNaria ans dem Stilfser Joch nur -DieEinwohnersindmeist Italiener, ein scyönerMe».schenschlag, von mittlerer, schlanker, selbst hagenrStatur, regelmäßige» Gcsichtszügen, dunklen Auge»u. meist schwarzem Haar; im Beltlin gibt es vieleCretins. Der Lombarde ist von Charakter stolz, gut.mütyig n. zuvorkommend; aber sinnlich, reizbar u.nicht allzu arbeitsam. Für Volksbildung gibt ezzahlreiche Elementarschulen, für Knust und höben !wissenschaftliche Ausbildung sorgen die Universität !zu Pavia, 14 Lyceen, 36 Gymnasien, 30 technischen. zahlreiche Fachschulen; ferner gibt es viele gelehrte ^Akademien u. Gesellschaften, wie die Akademie derSchönen Künste zu Mailand, die drei Athenäen derWissenschaften zu Brescia, Salo n. Bergamo, die.-Leoaüsmirr 1 'väini cki bolls arti zu Lovere,dieVoeacksmia. Oarrara äi Hells arti zu Bergamo, diePhilharmonische Gesellschaft zu Cremona ec., H»>manitäts- u. Wohlthätigkcitsanstalten sind zahlreich'das Vermögen derselben beträgt ca. 275 Mill. Lire.Ackerbau, Viehzucht n. Seidenprodnction bilden diehauptsächlichsten Bejchästignngcn der Einwohner;aber auch die Industrie ist von nicht geringer Be-deutung, n. in einzelnen Zweigen derselben, wie«,der Seidenindnstrie n. der Käsebercitung, nimmt dieL. in Italien sogar eine der ersten Stellen ein. DerViehstanü betrug 1874: 400,305 Stück Rindvieh,

Schafe, 83,265 Ziegen n. 120,045 Schweine. Bo»der Viehzucht wird bes. viel Milch u.Käse gewonnen,so der berühmte Parmcsankäsc aus der Umgegendvon Lodi u. Codogno, der in Gorgonzola bei Mai-land erzeugte Käse und der weiße Stracchinokase.Pferde-u. Schafzucht sind unbedeutend, wichtiger dieZiegen-(diese hauptsächlich im Gebirge) ».Schweine-zucht. Von größter Wichtigkeit ist die Seidenzncht.Die beste Seide wird in der Brianza bei Lodi, uniMailand, Bergamo, Brescia, Cremona, Mantua,Como u. Varese gewonnen. 1874 lieferte einen Ertragvon 18,o -Hüll. ÜA Eocons n. 1,z Mill. Icx Rohseide.-Nur von gcringerBedentnng sind Fischfang u.Jagd.Die Industrie liefert Waarcn in Glas, Porzellan,Eisen, Eisenblech, Stahl, Kupfer, Gold, Silber,Bronze, Galamericivaaren, ausgezeichnete Tischler-arbeiten, Glasmalereien, Papier, Rohseide, Seiden-stoffe, Seiden- u. Filzhnte, Leinwand, Damast undandere Leinenwaaren, gefärbtes u. lackirtes Leber,Baumwollcmvarcn, Flachs- u. Hausarbeiten, Far-ben, Bleiweiß, Pulver, Chemikalien, gebleichtesWachs, Wachs- und Stearinkerzen, Seife, Brannt-wein, Rosoglio, Liquenr, Zucker, Chocoladc, Bier,Wagen, astronomiicheUhren, physikalische u. chemischeApparate rc.; cs gibt zahlreiche Banmwollenspi»'nereicn n. -Webereien, Färbereien, Druckereien;vieleEisenhammerwerte gibt cs in den Thälern Camo-nica, Trompia rc.; berühmte Violinen werden in