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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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Langnau Langncdoc.

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xbd. 1860; Vozwgs äans 1a (lilieis st. äans Iss!montagnes äu Parums. ebd. 1861; Folios sur Iooonvenb armönisn äs Isiie 8t. I-a^are äo Veniss,!Ven. 1863, u. gab heraus: I-o tresvr äss ekiarkes!äs 1'Hrmsnio ou asrtulairo äs ka esianssllorio ro- ^)-a!s äos Honpsiiioiis, ebd. 1863 ; Golloebion äesknstcwleus aneions st moävrnes äs IVlrmönis, Par.186769, 2 Bde.; eine Handschrift des Ptolemäusaus dem 12.Jahrh. (domBergeAthos), ebd. 1867.

Langnau, Kirchdorf im Bezirk Signau desSchweizerkantons Bern, am Zusammenfluß dcrJlsismit der Emme, Station der Jnra-Bern-LnzernerEisenbahn, Hanptort des Bezirks und des Emmen-ihals (s. d.); Sccundärschnle, Tabakfabriken, Blei-chen, Gießerei, Uhrenfabrikation, Gerberei, starkerHandel mit Käse und Leinwand; 1870: 6214 Ew.

Langobarden s. Langobarden.

Langogne, Stadt im Arr. Mende des französ.Dep. Lozerc, am Allier, Station der Paris-Lyon-Mitteluicerbahn ; merkwürdige alte Kirche ans demII. Jahrh., Hospiz,Tnchmannfaclnr,Wollspinnerei,Kupferhammer, Färbereien, Weißgcrbcrcicn, Zie-gelbrcnnereicn, 7 Jahrmärkte; 1872: 2601 Ew.(Gem. 3040).

Langon, Stadt im Arr. Bazas des franz. Dep.Gironde, an der Garonne, Station der Südbahn;Gerberei, Böttcherei, Branntweinbrennerei, Wein-steinrasfinerie, Tabaksniederlagc, Dampfschifffahrt,Weinbau; 1872: 3664 Ew. (Gem. 46-17).

Langrand-Tumonccau, Andreas, päpst-licher Graf, berüchtigt durch seine finanziellenSchwindeleien und den dabei geübten schmachvollenMißbrauch des ihm geschenkten Vertrauens, ansniederem Stande, geb. 5. Dcc. 1826 zu Vossem beiLüttich, ward Bankschrcibcr, fand aber sehr bald mitseiner originellen Idee der Christianisirnng desKapitals bei der hohen Geistlichkeit Anklang, grün-dete in Brüssel ein Bankgeschäft, ncgoeiirte eine päpst-liche Anleihe, half sonst bei den finanziellen Verlegen-beiten in Rom aus n. ward selbst vom Papste znmGrasen erhoben. Von allen Seiten, namentlich derGeistlichkeit, auch von vielen Adeligen, so von derFamilie des Fürsten Thnrn und Taxis (13 Mill.Frcs.), strömten seinen GründnngcnCapitalien zu,bis endlich 1870derBankcrott über ihn hereinbrach.Da übrigens seine Verbindungen sehr weit reichten,so verzögerte sich der Proccß n. ward ihm Zeit ge-lassen sich ans dem Staube zu machen. Endlich No-vember 1871 führte die Sache selbst zu einer Demon-stration der Liberalen gegen Len in das L-sche Geld-geschäft verwickelten de Decker, den Gouverneur vonLimburg, n.znmSturze dcSMinisterinm d'Ancthan.Nachdem die Eriminalnntersnchnng sieben Jahre ge-schwebt, hat Aug. 1877 der Anklagesenat desAppell-hofes in Brüssel L-D. mit sechs seiner Genossen zurAburthcilung dem Schwurgericht von Brabant üb erwiesen. ES ist ein Haftbefehl gegen L-D. erlassenu. wurde um dessen Auslieferung bei der Regierungder Vereinigten Staaten nachgesncht. Mit angeklagtsind de Decker, Nothomb, die Grafen du Val deBeaulieu u. de Liedckerke, Beaufort, der Bankier GCoumont n. der Wechsclagcnt Crabbe, sämmtlicheAdministratoren der L-schen Finanzgescllschaften. L

Langres, Stadt und Hanptort in dem io Can-tone n. 210 Gemeinden mit 95,026 Ew. umfassen-den, gleichnam. Arr. des franz. Dep. Hante-Marne,

ander Marne n. auf dem bis 600 m sich erbeben-den gleichnam. Plateau, Station der franz. Ostbahn,ein gut gebauter Ort mit mittelalterlichen Bkancrn,dessen Festungswerke neuerdings erheblich verstärktworden sind; Silz eines Snfsraganbischofs, Kathe-drale (schönes Gebäude aus dem 12. Jahrhundert),großes und kleines Seminar, Commnnal-College,öffentliche Bibliothek, Gemälde- u. Antikcnmnsenm,Natnralien-Cabinct, historische und archäologischeGesellschaft, zwei Hospitäler, Fabrikation von chemi-schen Maaren, Messern, Fayence, Leder (des. Mar--roquin), wollenen Maaren re.; 1872:6822 Ew., mitGarniionrc. 9632. Geburtsort von Julius Sabinusund von Diderot, welchem hier auch ein Standbilderrichtet ist. L. ist das alte Andcmatnnnm n. mardie Hauptstadt der Lingoncn im LngdnncnsischenGallien. Zu Anfang des 4. Jahrh. erlitten hier dieAllemanen durch die Römer eine Niederlage; dannwurde L. von Attila und den Vandalen verbrannt;später kam es an Burgund und 843 an Karl LenKahlen. L., im Besitze eigener Grafen, war frühschon Sitz eines Bischofs und 1179 wurden die Bi-schöfe durch Herzog Hugo III. von Burgund Besitzerund Herzöge von L. 1362 wurde die Stadt gegendie Engländer befestigt. Bei L. 16. Dec. 1870 Ge-fecht zwischen den Franzosen u. einer prenß. Brigadeunter v. d. Goltz; für Letztere siegreich. H- B-rns.

Langsnchlingcn, s. u. Mars.

Langschlvänze, s. Zehnsüßer.

Langside, Dorf bei Glasgow in Schottland; hier13. Mai 1568 Niederlage der Truppen der KöniginMaria Stuart unter Hamilton durch die engl.Trup-pen unter Murray.

Langnard , Piz (Lnngo gnardo, d. i. Weit-Schan), 3266 m hohe Felspyramide der Grau-bündner Alpen, nördlich von dem Bernina-Passe u.östlich von Pontresina im Schweizerkanton Gran-bündcn; großartige Rnndsicht über die mit Schneeund Eis bedeckten Gipfel der Ostschweiz (über mehrals 1700 Bergspilzcn), südwcstl. bis znm MonteRosa, südöstl. bis znm Gcbirgsstock des Adamello,nordöstl. bis zur Zugspitze und nordwestl. bis zumTödi. Vgl. Lechner, Piz L., Lpz. 1865.

Languedoc, 1) (Geogr.) ehemalige Prov. vonSFrankreich, grenzte an die Dauphins, Provence,Foix, Auvergne, Rouergne,Qncrcy,Gascogne,Rous-sillon u. an Las Mittelmeer, umfaßte also die Küstedes Mittelmecres von der Grenze von-Roussillonbis zur Mündung der Rhone, so wie die Land-schaften am Oberlause der Loire und des Allier, derGaronne und des Tarn. Den Namen hatte sie,weil die Einwohner in ihrem Provinzialdialckteoo statt oui sagten, daher man auch das übrigeFrankreich Langne d'oui (od. d'o'tl) nannte. L.hatte sonst seine eigenen Landstände u. war in Ober-nnd Nieder-L. eingethcilt, mit den HauptstädtenToulouse n. Montpellier. Es umfaßte folgendcLand-jchajtcn Vivarais, Rasez, Carcassez, Lanraguais u.Gevandan u. die Diöcesen von Nimes, L'tlsez, Tou-louse, Montpellier, Lodevc, Bcziers, Rarbonne, Ve-lay n. d'Alby; zus. nngef. 41,635 s^icm. Es wur-den daraus folgende Dep. gebildet: Ardeche, Ande,Gard, Herault, Lozcre n. Tarn, dann größtentheilsHantc-Garonne n. Hante-Loire; kleinere Thcile ka->men an PyrenecS-Orientalcs n. Tarn-et-Garonne.f Vgl. Devic n. Valsette, llistoirs Asnörals äul>.,Par.