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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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Landwirthschaftlichc Akademien

System der L., Verl. 1877: Sturm, Handb. der L.,'Jena 181S24,2Bde.; Block,Mitlheilmigeu laut»!wirthschastlichc Erfahrungen, Breslau 183034,3 Bde., 2.A. 183730; Koppe, Unterricht im Acker-bau u. in der Viehzucht, 0. A., Berl. 1861, 3 Bde.;neu bearbeitet von Wolf, Berl. 1875; v. Schwerz,Anleitung zum praktischen Ackerbau, 4. A., Stuttg.1857, 2 Bde.; I. v. Kirchbach, Handbuch für ange-hende Landwirthc, Lpz. 18381830; 8. A. von Birn-bäum bearbeitet, Berl. 1874; I. Burger, Lehrbuchder L., 4. A., Wien 1838, 2 Bde.; F. Kirchhof, Con-versations-Lexikon der gesummten Land- n. Hans-wirthschaft, Glog.183742; R.Vcit, Handbuch derGüterverwaltnng, Angsb. 1838, 3 Bde.; Kreißig,Handb. zu einem natnr-n. zeitgemäßen Betrieb derL., 2.A., Köuigsb. 1840, 4 Thle.; Pabst, Lehrb. derL., 2. A., Darmst. 1841, 2 Bde.; Veit, Lehrbuch derL., 2.Ausg., Angsb. 1845; Segnitz, 30 Bücher vonder L., Lpz. 1847 51, 3 Bde.; Hlnbeck, Die L-s-lchre in ihren, ganzen Umfange, 2.Anfl., Wien 1851bis 1853, 2 Bde.; Fraas, Geschichte der L., Prag1852; Birnbaum, Lehrbuch der L., Frkf. 185862,

3 Bde.; W. Lobs, Handbuch der rationellen L., 4.Aufl., Lpz. 1860; Lobe, Abriß der Geschichte derdeutschen L., Berl. 1872; Schlipf, Populäres Hand-buch der L., 7. Aust., Berl. 1874; v. Wagner, L-s-lehre, Pest 1874 ff.; Bibliothek des Landwirthes,heranSgeg. von einer Anzahl bedeutender Fachmän-ner, Berl. 1864, bis jetzt 45 Bde.; Settcgast, DieL. n. ihr Betrieb, Bresl. 1875 ff ; Kraft, Lehrbuchder L. auf wissenschaftlicher u. praktischer Grundlage,Berl. 1875 ff.; Thacr-Bibliothck, hcrausgeg. vonbedeutenden Autoritäten, Berl. 1876, bis jetzt 37Bde.; Thiel, Landwirthschaftliches Convcrsations-Lexikou, Straßb. 1876 ff. Als wichtige, 1877 er-scheinende landw. Zeitschriften n. Zeitungen sind zunennen: Die landw. Jahrbücher Nathnsins u. Thiel,Berlin; Biedermanns Centralblatt für Agricultur-chemie, Leipzig; Delius, Zeitschrift des landw. Cen-tralvereins der Provinz Sachsen, Halle; Fllhlingslandw. Zciinng, Berlin und Leipzig; Hansbnrg,Landw. Presse, Berl.; Petersen, Milchzeitung, Dan-zig; Deutsche landw. Zeitung, Berlin; Korn, DerLandwirth, Breslau n. a. Rhode.

Landwirthschaftlichc Akademien, Land-wirthschasiliche Institute, Laiidwirthschaftsschulen,Landwirthschastliche Vereine, LaiidwirthfchafrlicherCongrcß, Landwirthschaftsrath, s. Landwirthschaft.

Landwirthschaftlichc Ansstellungen, Ans-stellnitgen, auf denen sowol dircctcProductederLand-wirthfchast, des Garten- n. Obstbaues aller Art, so-wie Gcräthe u. Maschinen zum landwirthschaftlichenBetriebe, als auch indirekte Prodncte, wie Weine,Honig, Brod, Seidcncocons, Käse ic.zurSchaurcsp.znm Kauf gestellt werden.

Landwirthschaftlichc Gcräthe nnd Maschi-nen, mechanische Apparate, welche zur Bestellungder Felder, Ernte, Behandlung, Reinigung, Sor-tirnng der Fcldfrnchte, Zubereitung des Futters rc.benutzt werden. In früheren Zeiten, als die Be-völkerung noch gering war nnd der Boden wenigerausgenutzt wurde, war die Zahl der Apparate ge-ring und ihre Beschaffenheit primitiver Art. Blaubegnügte sich mit Spaten, Gabel, Sichel, Rechenn. schließlich dem Pfluge n. der Egge einfachster Con-struction. Finden wir doch auch heute noch in we-!

Landwirthschaftlichc Krisen.

niger bevölkerten Gegenden mit leichtem Boden, den! Spaten ans Holz, die Schneide mit Blech beschlagen,!den Pflug mehr dem Hacken ähnlich mit hölzernemStreichbrett rc. in Gebrauch. Erst bei zunehmenderBevölkerung n. dadurch bedingter sorgfältigerer Be-handlung bes Bodens u. gleichzeitiger Entwickelungder Industrie wurde auch den landwirthschaftlichenGeräthen mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Schonanfangs dieses Jahrh. gelangten ganz verschiedeneApparate in der Landwirthschaft zur Verwendung,welche nach allmählicher Verbesserung bald recht voll-kommene Arbeit lieferten. Besonders England, wel-ches auch heute noch mit seinenGcrätben ».Maschinenden Weltmarkt beherrscht, leistete viel in der Erfind-ung zweckmäßiger laudwirthschaftlicher Maschine».Man begnügte sich nicht mehr mit dem einfachen !Pfluge, sondern suchte die wesentliche» Thcile des- Iselben zweckmäßig zu coustrniren, erfand den Schäl- spflng, verbesserte dicEgge, constrnirtc neue(s.Egge), Isowie verschiedene Walzen (s. d.) nnd suchte sie den lBodenarten anznpasscn. Krümmer, Grubber,Exstirpator dienen zur Lockerung des Bodens ingrößerer Tiefe, als cs mit der Egge möglich ist.Die Düngerstreumaschine (s. d.) ermöglicht eingleichmäßiges Ansstrcncn des pulverigen Düngers, !wodurch gleichmäßiges Wachsthnm der Enlturpflan- ^zcn begünstigt wird; die Gasmaschine (s. d. und sDrillen) streut nicht nur regelmäßig den Samen !ans, sondern läßt auch das Saatguanlnm genau fest- istellen n. spart an Samen. Andere im Betriebe der -LandwirthschaftbesonderswichtigeMaschineu sind die iMähcmaschine, dicHeuwendcmaschine (s.d.), sder Pferderechen, sowie die Dreschmaschine s(s. Dreschen), die Häckselschneidemaschine (s.Häcksel), der Dampfpflug n. v. a. Der Bedarfan landwirthschaftlichen Maschinen hat sich in denletzten Jahren so gesteigert, daß einheimische Fabri- !kcn nicht im Stande sind, den an sie gestellten An- !forderungen zu genügen n. werden solche, sowie Lo- icomobilen zu deren Betrieb, zum größten Thcil ans sEngland bezogen (s. die 3 Tafeln zu Landwirthschas!n. vgl. Perels, Die landwirthschaftlichen Gerälhe n.Maschinen, Wien 1877. Rhode.

Landwirthschaftlichc (od. Ackerbau-) Krisen.Wie wirlhschastliche Krisen überhaupt, so sind ins-besondere auch landwirthschaftlichc die Wirkung inne- -rer od. äußererllrsachen. Während aber ans deinGe-biete dcr Gewerbsindnstrie unter den inneren Ver- -anlassnngen die Überproduktion am häusigsten u.gewöhnlich am unheilvollsten hervortritt, kommt sieauf dem der Landwirthschaft nur wenig in Betracht.Schon die natürliche Beschränkung der Quantitätverfügbaren guten u. gut gelegenen Bodens nnd derzum Anbau neuer Strecken Landes erforderlichenHände, macht große Überstürzungen in der Produc-tion, wie sie bei der Gewerbsindnsirie vorznkommenpflegen, beinahe unmöglich; ungewöhnlich reicheErnten in rasch anf einander foigenden Jahrendrückenzwar die Preise herab, vermögen aber landwirth-schaftlichc Krisen nur dann hervorznbringen, wemzuvor in anderer Weise gefehlt war. So findet z.B.die große landwirthschaftlicheKrise der 1820er Jahreihre Erklärung wesentlich darin, daß die enormenGetreidepreise in den Jahren 1816 nnd 18l7 garViele verleitet hatten, Pachtungen zu übernehmen !!oder Grundstücke zu kaufen um Preise, welche jenen