Landwirthschaft.
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Königsberg seröffnct1858s n. Eldena beiGreifSwaldsx835j siuv bereils eingegangcn); die Lehrinstimtean den Universitäten Berlin, Halle, Güttingen, Kö-nigsberg, Manchen (Polytcchnicnm), Leipzig, Hei-delberg, Gießen, Jena, sowie landwirthschastl. Lehr-stuhle an vielen Universitäten; L-sschulen: Marien-dnrg, Franstadt, Dahme, Eldena, Flensburg, Bricg,Licgnitz, Hildesheim, Lüdinghausen, Herford, Kleve,Bittbnrg, Weilburg, Lichtenhof, Helmstedt, Brandtsbei Leipzig, Kappciu; Ackerbanschnlen (s. d.): Lehr-hof bei Ragnit, Spitzings bei Königsberg, AltstadtbciGilgcnbnrg, Karlsruhe bciArnsfclde, WentfiebeiBereut, Schöllnitz bei Döbcrn, Wriezeu, schöllinbei Greiffenberg, Forbach bei Pndewick, Thalheimbei Brombcrg, Popelan bei Rybnick, Niederbriesnitzbei Sagau, Baderslcben bei.Halbcrstadt, Reifcnsteiubei Leinefelde, Hohenwcstedt bei Rendsburg, Ebstorfbei Ülzen, Nienburg a.W., Meppen bciÖsnabrück,Qnakeubrück bei Osnabrück, Siiescnrodt bei Wer-dohl, Füchten bciSkeheim, Bebcrbeck bei Hofgeis-mar, Saarburg (Triers, Bauhof bei Sigmariugcu,Schleißheim bei München, Schönbrunn bei Lands-Hut, Bayreuth, Ellwangeu, Ochsenhausen im Do-naukrcis, Kirchberg bei Sulz, Darmstadt, Michcl-stadt, Friedbcrg, Alsfeld, Nenenbnrg, Cloppenburg,Darguu, Zwätzen bei Jena, München bei Berta;außerdem eine bedeutende Anzahl Winterschnlen, inwelchen landwirtschaftlicher Unterricht crthcilt wird.Österreich: Außer der Hochschule für Bodencnltnrin Wien (1.872) n. landwirthschaftlichen Lehrstühlenan fast allen Universitäten sind höhere Lehranstaltenin Großau, Tetschcn-Liebwerd, Mödling, Dnblangund Graz; Ackerbanschnlen: Edhof, Edclhvf, Graz,Görz, Grottenhof, Brslin, Klagcnfnrt, Tran, Kaa-den, Rubin, Chrndim, Rakonitz, Pisck, Prcran,Eibenschütz, Znaim, Oberhermsdors, Debreczin,Kronstadt u. v. a.; in Ungarn die Lehranstalt Un-garisch-Älicnburg. Frankreich: Lehrinstitnt inVersailles und Grignon. Sinßlaud: Höhere Lehr-anstalt in Moskau, Äordjoretz u. Warschau; Acker-banschnlcn in Petersburg, Kasan, Simfcropol n. a.Spanien: Landwirthschastliche Ccntralschnle in LaFlamcnca. Serbien: Landwirthschastliche Schulein Topschidern. Italien: Lehrstuhl an der Uni-versität in Pisa u. eine Mnsterackerbanschnle in Me-leta. Dänemark: Landwirthschastliche Lehranstaltin Kopenhagen n. Ackerbanschnlen in BogilLgaard,Ficrendal, Frederiksgaard n. Hastrup. Holland:Ackerbanschule in Groningen. England: Die land-wirthschaftlichen Schulen in Cirencester und Ikopnl6orn InZtitntion in Irland. Zur Unterhaltung derlandwirthschaftlichen Anstalten in Preußen wurden1875 vom Staate verwendet 740,671 gl, wovonden Akademien 432,865 gl, de» L-sschnlen n. Acker-bauschulen 316,806 g> znficlcn. DieSchülcrzahl be-trug in demselben Jahre: Akademien 590, L-sschn-lcn 642 n. Ackerbanschnlen 590. Die Frequenz derL-sschnlen ist seitdem bedeutend gestiegen, die derAkademien u. Ackerbanschnlen ziemlich stabil geblie-ben. Außer diesen genannten Anstalten gibt cs nochsog. Winterschnlen, in welchen die Zöglinge nur imWinter Unterricht erhalten, im Sommer aber in derPraxis ihätig sind. Schulen, in denen nur einzelneBranchen der L. gelehrt werden, nennt manSpecial-schnlcn; sie sind meistens so eingerichtet, daß durchPraktische Ausführung das Gelernte mehr befestigt
wird. Derartige Schulen sind eingerichtet für Wie-senbau, Flachsbau, Waldbau, Weinbau, Obstbau,Seidenbau, Käserei, Brauerei, Brennerei, Bienen-zucht, Fischzucht -c.
Sticht wenig wird die L. gefördert durch ein regesVercinsleben. Aus den Orts-, Zweig- n. Kreisver-einen baut sich der Centralverein derartig auf, daßjeder Localverein nach Zahl der Mitglieder einenGeldbeitrag abznführen hat und dafür verhältniß-mäßig bei Len Generalversammlungen des Ccntral-vcreins mit Sitz und Stimme vertreten ist. Die soorgauisirten Vereine heißen ccutralisirte od. corpo-rative, und nur wenige sind außerhalb stehend ver-! blieben, nachdem seitens des landwirthschaftlichens Ministers entschieden worden, daß nur Len zumProviuzialverbanLe gehörigen Vereinen staatlicher->seits Beihilfe gewährt wirb. Diese Beihilfe ist aberuiothwenbiges Postulat der Lebensfähigkeit. Zweckider Vereine ist nämlich, außer durch gegenseitige! Belehrung n. gemeinsame Beschaffung kostspieligerMaschinen, durch Vorträge angesteltter Wanderleh-rer n. Veranstaltung von Ausstellungen zur Hebungder L. bcizntragen. Die Aufzählung u. Zusammen-stellung der landwirthschaftlichen Vereins s. im Land-wirthschaftlichen Kalender von Mentzel n. v.Lengerkeund Stadelmann, Las landwirthschastliche Vereins-wesen in Preußen, Halle 1874. Ähnlich wie inDeutschland sind auch bie landwirthschaftlichen Ver-eine in Österreich organisirt. Frankreich unter-hält ein reges Bereinslebcn. Außer den selbständi-gen Vereinen gibt cs eine Menge Vereine, welcheI als Abthcilnngen für Ackerbau mit anderen Socie-Aes verbunden sind. Die Schweiz besitzt in jedemKanton einen Verein. Auch in Italien, Rußland,England, selbst in den Vereinigten Staaten NAme-rikas ist das Vcreinsleben behufs Hebung der L.rege geworden.
Andere der L. förderliche Institute in Deutschlandsind: dieWandergejcllschaft deutscher Land- u.Forsl-wirihe (gegr. 1837 von Pabst, Schweizer, Schmidtn. Tcichmann), der Congreß deutscher Landwirtheund der Deutsche L-srath. Der Congreß deutscherLandwirthe erhielt diese Benennung im Jahr 1872,bis dahin hatte derselbe von 1868 als Congreßnorddeutscher Landwirthe gewirkt. DerDeutsche L-s-wath, welcher sich 8. April 1872 in Berlin consti-Anirte, ist eine Versammlung von frei gewähltenDe-ilegirten der landwirthschaftlichen Provinzial- unds.Hanptvereine Deutschlands n. hat den Zweck, „dielandwirthschaftlichen Interessen im Gesammtnm-sange des Deutschen Reichs wahrznnehmen n. über-all, wo dieselben durch die Reichsgesetzgebung oderMirch Anordnungen und Maßregeln der Reichsver-! waltnng gefördert werden können od. geschädigt zuwerden Gefahr laufen, nicht nur die etwa von ihmerforderten Gutachten abzugcben, sondern auch nn-!ausgefordert n. bciZeiten an den Reichskanzler mo-tivirte Vorstellungen zu richten oder sich mit Anträ-l gcn an denReichstag zu wenden." Der L-srath be-steht ans einem ständigen Ausschuß n. Mitgliedern,n. zwar so vielen Vertretern der landwirthschaftlichenVereine jedes deutschen Staates, als dieser Stim-men im deutschen Bnndcsrathe hat (Preußen 2Summen mehr).
Literatur. A. Thaer, Grundsätze der rationellenL., Berlin 1800-10, i Bde., 6.A. 1868; Derselbe,