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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
Entstehung
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Lambert von Hcrsfeld Lambeth.

welche 1828 im Mannesstamme ausstarb. Die lli.Jüngere Hanptlinie, gestiftet von Jakob, beidritten Bruder Balthasars, ist 1880 erloschen. Zn er-wähnen ist noch der Neffe des obgenannten JohannMaximilian, der Graf Johann Philipp, gcb.26.Nov.1051, der zuerst sich gegen die Türken aus-zeichnete, dann 1682 Neichshofrath wurde, und inDüsseldorf, Dresden, Berlin n.Rcgensbnrg alsGc-sandtcr thätig ivar, sich jedoch dem geistlichen Standzuwandte; 1680 Bischof von Passan wurde, 1700den Cardinalshut erhielt. 1607 betrieb er als kais.GesandterinWarschau die WahlAngnsts von Sachsenznni König; darauf Principalcominissarins in Ne-gensbnrg erwirkte er beim Ausbrnch des SpanischenErbfolgckricges die Lkricgserklärnng dcs DeutschenReichs an Frankreich n. die Achtcrklärnng gegen dieKurfürsten von Bayern n.Köln. Er starb 20. Oct.

1712. Lagai.

Lambert von Hcrsfeld, sonst auch wol L. vonAschaffenbnrg genannt, wol ans dem Thüringi-schen , nicht ans Aschafsenburg, war Mönch in derBenedictincrabtei zu Hcrsfeld od. Hirschfeld, machteum 1058 eine Pilgerfahrt nach Jerusalem und sollum 1100 im Kloster Saalfeld gestorben sein. Nachder Rückkehr ans dem Morgenlands verfaßte er dasOlrrornoon lüstorieuiu npnck üornmnos, welchesdie Geschichte der Welt bis znin Jahre 1050 kurzerzählt, von da an aber bis 1077 die Geschichte selb-ständig n. ausführlicher berichtet, n. das ihn in dieReihe der vorzüglichsten deutschen Geschichtschreiberdes Mittelalters stellt. Heransgegebcn wurde dieChronik von Krause (Halle 1707) u. von Pertz (im5. Bd. der ^lonumontn 6ernmn. küat.; auch in be-sonderem Abdruck, Hannover 1843); übersetzt vonHesse (Bcrl. 1855). Bgl. Piderit, Os IminbortoLelncknnbui'Asnsi, Hcrsf. 1828 ; Ränke, Zur Kritikfränkisch-deutscher Reichsannalen, Berlin 1824; Lc-farth, L. v. H., Düsscld. 1872; Delbrück, Über dieGlaubwürdigkeit L-s v. H., Bonn 1873. Löffler.-

Lambert, Joh. Heinrich, Mathematiker undPhilosoph, geb. 20. (26.) Ang. 1728 zu 'Mühlhausenim Elsaß; war Hofmeister bei dem Präsidenten vonSalis in Chur n. machte als solcher mit seinen Zög-lingen 175658 Reisen in Deutschland, Holland,Frankreich n. Italien, hielt sich sodann in Augsburg,München, Erlangen, der Schweiz n. in Leipzig auf,wurde 1765 Mitglied der Akademie der Wissenschaf-ten n. bald darauf Oberbanrath in Berlin u. starbdaselbst25. Scpt. 1777. Ihm wurde 1828 in Mühl-hausen ein Denkmal errichtet. L. beschäftigte sich inausgezeichneter Weise mit der Messung n. Intensitätdes Lichts n. der Wärme (Pyromctrie, Bert. 1770),mit der Theorie des Sprachrohrs (Üur gnslciuosInvtr. aoonst., Mein, der Berl. Akad. 1763), mitder reinen Geometrie u. wurde durch sein wichtigesWerk: Die freie Perspective, Zürich 1759, Begrün-der der darstellenden Geometrie. Außerdem schrieber u. A. noch: Oss xropristss rsmargnablW cks Inronts cks ln lumiöro par Iss airss, Haag 1758,deutsch von Tempelhoff, Berl. 1773 ; zahlreiche Ab-handlungen finden sich bes. in den Mein, der Berl.Akad. sein Briefwechsel mil Kant findet sich in dessenVermischte «Schriften. Bgl. I. A. Eberhard, UberL-s Verdienste, Berl. 177t»; L-s Briefwechsel, her-ansgcg. von Bernoulli, ebd. 178284, 5 Bde., so-wie seine Biographie von D. Huber, Basel 1829.

s Lambertsnust, Frucht dcs Lambertsnuß-stranchs (Oorzlns tnbuiosn lUikkck., 6. mnximnso genannt, weil sie um den Lambertns-tag (17. Sept.) reift. Die Frucht kommt zweiVarietäten, als rothe u. weiße L-, vor, nach Ver-schiedenheit der Färbung dcs Kerns; bei den rothenragt der Kelch weit über die Nuß weg u. begibt sichvorn zusammen; die Stuß von beiden ist eiförmigzngcspitzt, an der Spitze mit feiner Wolle bedeckt; sieübcrlrifft an Wohlgeschmack die Mandeln n. Zeller-nüsse.

Lambcrttiikle, Fabrikort im Hnnterton Countydcs Nordamerika». Unionsstaates New-Jerscy, amDelaware River u. der Belvidcre-Delaware Eisen-bahn, mit dem gegenüberliegenden New Hope Durcheine Brücke verbunden; Maschinenfabriken n. son-stige Eisenwerke; 3842 Einw. In der Umgegendreiche Eiscnlagcr.

Lambcsc, Charles Eugene de Lorraine,Princede, Dncde Elboeus, aus einer'NebenliniedcsHanscsLothringen, Sohn deSGrafcn v. Brionne,Großstalluieister von Frankreich n. Chef des Regi-ments llkoyal Allcmand. Am 12. Juli 1780 trieber mit seinem Regiment einen Haufen Volks ausein-ander, infolge dessen er als royalistischer, vom Aus-land erkaufter Verschwörer angeklagt wurde; indessender Gerichtshof des Chatclet schlug die Sache nieder,weil unbegründet, und L. ging nach Deutschland,machte im Heere der Verbündeten den Feldzug inder Champagne mit und trat dann in kaiserlicheDienste, wurde Generalmajor n. 1706 Gsncralfeld-marschall und kämpfte in allen Kriegen Österreichsgegen Frankreich. Als die Bourbons wieder zumThrone gelangten, wurde er Pair von Frankreich,Marschall n. Herzog von Elbocf. Er st. 20. Nov.1825 in Wien, der letzte seines Hauses. Tclcher.

Lniilbcsc, Stadt im Ärr. Aix des sranz. Depart.BoncheS-duMhone; Hospital, Marmorbruch, Fabri-kation von Lichten, Wein- n. Ölbau (lluiko ck'.-Lix),4 Jahrmärkte; 1872: 2133 Ew. (Gem. 3038). L.hatte sonst den Titel eines Fürstenthums.

LlNilbcse (Lambessa), franz. Sirafcolonie i»tfranz. Dep. Constantine (Algerien), 12 ürn südöstlichvon Batna am nordwestlichen Abhänge des DschebclAurcs, mit Zcllcngesängniß, Kirche, Kaserne, Ma-gazinen und einigen Häusern. Der Ört steht auf denRuinen der alten nnmidischcn Hauptstadt Lambäsisin iilauritnnin LUUsusis, Sie war einst groß undprächtig, unter Angustns n. auch noch später bis Con-stantin das Standquartier der dritten Legion, wurdevon den Vandalen wahrscheinlich im 5. Jahrh. n.Chr. zerstört, blühte wieder eine Zcitlang unter Ju-stinian, verödete aber gänzlich unter arabischer nudtürkischer Herrschaft. Auf dem Ruinenfclde, das einenRaum von 400500 Im umsaßt, befinden sich diegroßartigen, noch ziemlich erhaltenen 'Ruinen desrömischen Prätoriums, eines Tempels des Äskulapu. eines Circus, ferner die Ruinen eines AquädnctS,von Tempeln, Palästen, Altären, Grabmälern :c.Außerdem wurüenunzählige Inschriften (Register hatmehr als 1500 veröffentlicht) anfgcfunden. H-Berns.

Lambctls, Kirchspiel n. Stadttheil von London,auf dem südlichenkkfcr dcrThemse; 1871: 208,302Ew. Bon L. haben die lambethanischen Ar-tikel, die nenn Artikel, ihren Namen, welche 1508dem Erzbischof John Whitgift in seinem Palast zu