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6 (1888) Der Kulturkampf : 1871 - 1873
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Die Landtagssession 18711872.

für ihre Vertretung am Reiche gewinnen. Es würde dasdoch zu keiner haltbaren und praktisch möglich zu den-kenden Einrichtung führen.

Ich möchte überhaupt dringend empfehlen und na-mentlich dem Herrn Vorredner, der mir so sehr häufigGelegenheit gegeben hat, mit ihm theoretische Ansichtenauszutauschen oorum pudlioo und auch sonst daßwir die Politik doch etwas mehr vom praktischen Gesichts-punkte betrachten; sie ist in der That, das kann ichdem Herrn Vorredner versichern eine eminent praktischeWissenschaft, bei der man sich an die Form, an dieNamen, an Theorien, in die es gerade Hineinpassen soll,nicht so sehr kehren kann.

Ich will nur noch ein Wort über die Militärbevoll-mächtigten sagen. Die Notwendigkeit des Militärbevoll-mächtigten in München und einen anderen haben wirin Deutschland nicht mehr hat der Herr Vorrednerja ebenfalls zugegeben; ich habe aber auch da einen Vor-schlag vermißt darüber, wie er das Verhältnis anderweiteingerichtet haben möchte, wenn wir diese Einrichtungnicht behielten. Es würde doch auch da, wie mit denkaiserlichen Kommissarien, wahrscheinlich wesentlich nurauf einen Namenswechsel für dieselbe Sache herauskom-men. Der Militärbevollmächtigte in München ist wesent-lich ein Hilfsbeamter der preußischen Gesandtschaft inMünchen, der auf dem militärischen Gebiet dasselbe zuerstreben hat, wie der andere auf dem politischen, näm-lich die Verständigung über gemeinsame Einrichtungen,die Herbeiführung von solchen anzustreben da, wo sie nochnicht thatsächlich sind. Er ist ein für die Gesandtschaftund für deren Gesamtwirken ganz unentbehrlicher Hilfs-beamter. Es könnte unter Umständen, wenn unsere Zoll-