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6 (1888) Der Kulturkampf : 1871 - 1873
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52 Die Landtagssession 18711872.

praktische Andeutung darüber, wie es, um ihn zufriedenzu stellen, zu machen sein würde, hat er dahin gegeben,es müßten kaiserliche Kommissarien ernannt werden, diediese selben Geschäfte besorgten. Ich kann mich zu einemsolchen Arrangement nicht herbeilassen, denn es wäremeines Erachtens eine einfache Finanzspekulation demReiche gegenüber, die des preußischen Staates mir nichtganz würdig erscheint, indem man durch den Namens-wechsel dem Reiche Lasten aufzubürden sucht für Dienste,welche wesentlich den besonderen Interessen der preußischenPolitik geleistet sind. Es hat vor 1866 niemand darangezweifelt wenigstens in dem Etat hat auch der Vor-redner niemals die Institution angefochten es hatniemand daran gezweifelt, daß es für Preußen nützlichwäre, Gesandte bei den einzelnen deutschen Höfen zu unter-halten, nichtsdestoweniger hatten wir auch damals eineBundesinstitution, und die Mitteilungen an deutsche Re-gierungen konnten ebensogut durch die Bundesgesandtengegenseitig ausgetauscht werden wie jetzt. Es fragt sichnun: war der Geschäftskreis der deutschen GesandtschaftenPreußens vor 1866 ein bedeutenderer oder ist er jetztwichtiger? Ich behaupte unbedingt das letztere. Dieeigentliche große Politik, wie sie mit den europäischenMächten verhandelt wurde, kam auch damals an dendeutschen Höfen, obschon unsere Verbindung dem Aus-lande gegenüber nicht so geschlossen war wie jetzt, dochnur selten und ausnahmsweise zur Sprache, und immernicht in der direkten, absoluten und unabhängigen Gestalt,wie mit den fremden Höfen: es war die Frage immereine gemischte, von der andern durchsetzte, ob im Bundefür Preußen, ob für Oesterreich in diesen Dingen stimmen.

Also diese große Politik war kein entscheidender