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6 (1888) Der Kulturkampf : 1871 - 1873
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44 Die Reichstagssession v. 16. Okt. bis 1. Dez. 1871.

Ich erlaube mir, dem Hertn Vorredner zu bemerken,daß meines Erachtens daraus logisch folgern würde, daßwir auch die Kosten der Gesandtschaft, die Bayern undSachsen etwa bei Preußen unterhält, auf den Reichs-etat übernehmen müßten, sobald Preußen dafür nichtsbezahlt, daß seine Geschäfte vom Reiche mit besorgtwerden vermöge der Zweiseitigkeit, die in der allerhöchstenPerson des Monarchen als deutschen Kaisers und alsKönigs von Preußen besteht. Sobald wir Preußen vonder Zahlung dispensieren wollen, folgt logisch auch, daßdie Gesandten der übrigen Bundesstaaten, die in Berlinunterhalten werden, um die Geschäfte, deren Notwendigkeitder Herr Vorredner anerkennt, zu betreiben, ebenfallsauf Reichskosten, ja, ich kann sogar sagen, die Ge-sandtschaften, welche diese Staaten einander unterhalten,auf Reichskosten bestritten werden; denn daß sie sich untersich verständigen und nicht in ihren Meinungen aus-einandergehen, ist ebenso notwendig, als daß sie sich mitPreußen verständigen.

Die Position wurde mit großer Mehrheit angenommen.

!>. Zur Mmyfruge.

17- November 1871.

Der Reichstag beriet in zweiter Lesung in seiner 23. Sitzungam 17. November den Gesetzentwurf betreffend die Ausprägungvon Reich sgoldmünzen. Dazu hielt im Lauf der Diskussionder Reichskanzler Fürst Bismarck zunächst folgende Rede:

Ich erlaube mir zu bemerken, daß das Dreißig-markstück, weil es zehn Thaler repräsentiert, als einUebergangsstadium kaum entbehrlich sein wird. Es lassen