14 Die Reichstagssession v. 16. Oki. bis 1. Dez. 1871.
nicht, ob für das Elsaß und seine zukünftige Entwickelungein so langer Termin nützlich gewesen wäre; es hat miraus politischen Gründen, ebenso wie ans Rücksichten aufunsere Zollverwaltung von Hause aus nicht annehmbargeschienen. Der zweckmäßige Termin schien derjenige,den wir in unseren letzten Vorschlägen gestellt hatten, undder sich auf anderthalb Jahre nach Ablauf dieses Jahreserstreckte; ich habe aber keine Schwierigkeiten gemacht,diesen noch um sechs Monate zu verkürzen, um der fran-zösischen Regierung, gegenüber einem Beschluß ihrerVolksvertretung, der für uns unannehmbar war, ein Aus-kunftsmittel zu gewähren. Der sogenannte Artikel 3, dendie französische Volksvertretung einzuschalten gewünschthatte, Hütte uns in Zollverwaltungsunmöglichkeiten gesetzt,indem wir auf keinen Fall uns dazu Hütten verstehen kön-nen, eine zweite Zolllinie gegen das Elsaß am Rhein wiedereinzurichten, und alle Vorsichtsmaßregeln und Bürgschaften,welche von Frankreich geboten wurden, nur dahin geführthaben würden, für einzelne Händler und Konsumenteneine Zollprämie zuzulassen, und wir wären in Verlegen-heit gewesen, diejenigen Häuser auszusuchen, denen wirdas Geschenk aus der Zollkasse damit hätten machen wollen,eine Aufgabe, welche die Reichsverwaltung nicht hätteübernehmen können. Es ist mir also sehr erwünscht ge-wesen, daß die französische Negierung ihrerseits überzeugtwar, diesen Tausch von sechs Monaten Elsässer Zoll-begünstigung gegen Artikel 3 vor ihrer Volksvertretungrechtfertigen zu können. Die Frage, ganz ohne irgendeinen Uebergang von Zollerleichterung das Elsaß sofortin die neuen Wege mit seinem Handel zu weisen, hatauch vorgeschwebt, und es ist ja dies eine von den Fragen,in Bezug auf welche man die Zukunft mehr voraussehen