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5 (1887) Der Reichskanzler Fürst Bismarck : 1870 - 1871
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242 Die erste Session des deutschen Reichstages.

Ich kann allerdings nicht umhin, meine Herren,denjenigen Rednern der vorigen Diskussion (Vgl. Nro. 15)beizustimmen, welche sagten, daß zwischen der Tendenzder beiden Vorlagen eine wesentliche Verschiedenheit, nichteine äußerliche, aber eine innere Verschiedenheit stattfinde:das eine ist ein Akt der Unterstützung, das andere istein Akt der königlichen Freigebigkeit, zu dem Se. Majestätder Kaiser sie bittet, ihm die Mittel zu gewähren. Esist ein ungewöhnlicher und seltener Fall, in welchemich Ihre Nachsicht dafür in Anspruch nehme, daß ichmich von der konstitutionellen Tradition, die Personender Souveräne nicht zu erwähnen, in etwas entferne;ich will nicht von dem Souverän im eigentlichen Sinnedes Wortes sprechen, ich will mehr von dem kaiser-lichen Feldherrn reden, und auch nicht von ihm direkt,denn es würde mir nicht ziemen, ich würde es in meinerStellung nicht wagen. Ich will Sie nur indirekt bitten,sich die Frage zu stellen, wie etwa diese ganzen Verhält-nisse hätten verlaufen können, wenn auf dem ThronPreußens sich ein anderer Monarch als Seine jetzt regie-rende Majestät befunden hätte. War es nicht möglich,daß dieser große Krieg, der größte unseres Zeitalters,der ein Menschenalter, ein halbes Jahrhundert hindurchwie eine drohende Wolke am Horizonte Deutschlandsschwebte, bei dem Monarchen, der auf dem mächtigendeutschen Throne saß, nicht die gleiche Entschlossenheit,den gleichen Mut, diesen hohen Mut, der Krone, Reichund Leben einsetzt, vereinigt fand? war es nicht möglich,daß infolge dessen dieser Krieg im Augenblick vermiedenwurde unter Umständen, die das deutsche Nationalgefühlschwer geschädigt und gekränkt hätten? war es nicht mög-lich, daß es aufgeschoben worden wäre, bis der Feind