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5 (1887) Der Reichskanzler Fürst Bismarck : 1870 - 1871
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Die Erwerbung von Elsaß-Lothringen, II.

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mir ziehen kann; aber geben Sie mir die Möglichkeit, daßich ein solches Amt mit Freudigkeit übernehme, und be-freien Sie mich von diesem Votum, das ich nicht andersdenn als Mißtrauen bezeichnen kann. (Bravo! rechts.Bewegung links.)

Der Abg. Laster beeilte sich, auseinanderzusetzen, daß dasvon ihm und dein Abg. v. Stauffenberg gestellte Amendementkeineswegs den Ausdruck des Mißtrauens gegen den Reichskanzlerbedeuten solle; derselbe brauche wahrlich nicht daran zu zweifeln,daß die Anerkennung der Nation und ihrer Vertreter ihm entgegen-komme. Der Reichskanzler entgegnete:

Ich ergreife zunächst das Wort, um einem Miß-verständnisse entgegenzutreten, zu welchemmeineAenßerungüber Anerkennung dem Herrn Vorredner Anlaß gegeben hat.Er schien zu glauben, — und ich würde es beklagen, wennsich diese Meinung festsetzte — daß ich mich über Mangelan Anerkennung meiner politischen Thätigkeit im allge-meinen beklagt hätte; da wäre ich sehr unbescheiden, sieist mir weit über mein Verdienst geworden, und ich fühlemich durch die Anerkennung meiner Mitbürger von vielenSeiten her in hohem Grade geehrt und befriedigt.

Die Anerkennung, von der ich gesprochen habe, unddie ich hier vermisse, ist lediglich die Anerkennung meinesBestrebens, das Elsaß nicht mit unnötigen Schulden zubelasten, und das hatte ich in einer mehr ornamentalenRedeweise ausgesprochen, so daß ich geglaubt hatte, durchmeine Bemühungen Vertrauen — das wäre dasrichtige Wort — zu erwerben, denn ich hätte ja leichtein anderes Abkommen mit den Franzosen abschließenkönnen, das uns diese Erörterungen erspart hätte. Daßich dieses Vertrauen, welches ich glaubte mir erworbenzu haben, hier nicht wiederfand, diesen Eindruck kannselbst eine so geschickte und gewandte Interpretation wie

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