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5 (1887) Der Reichskanzler Fürst Bismarck : 1870 - 1871
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154 Die erste Sessirm des deutschen Reichstages.

hat, als unbegründet ablehnen; ich muß es aber als einePflicht des Herrn Abgeordneten für Bremen bezeichnen,mir spezielle Mitteilung zu machen über die Fälle, dieer auf der Tribüne nicht nennen wollte. Ich erwartedas von ihm! Dem Herrn Abgeordneten liegt auch einTeil der Verantwortlichkeit dafür ob, daß unsere Ge-schäfte im Anslande gut gehen, und, was er kann, mußder Herr Abgeordnete meines Erachtens dazu beilragen.Sind also zur Kenntnis des Herrn Abgeordneten fürBremen, was nach der Handelsverbindung seiner Heimatja leicht möglich ist, Spezialitäten gekommen, die demAuswärtigen Amte unbekannt sind, und die ein Ver-schulden oder eine Nachlässigkeit eines unserer Vertreterbekunden würden, so halte ich es für eine Pflicht desHerrn Abgeordneten, mir davon Mitteilung zu machen,und ich fordere ihn auf, diese Pflicht zu erfüllen! (Leb-haftes Bravo.)

Der Reichstag beschloß „auf Grund der Erklärung des HerrnReichskanzlers dem Auswärtigen Amte die weiteren angemessenenSchritte und die Wahl des geeigneten Zeitpunktes anheimzugeben".

<>. Drr Antrag Pchlche-Detitzsch uicgcn Diäten undReisekosten der Abgeordneten.

19. April I87t.

Der Abg. Schulze-Delitzsch leitete seinen bekannten An-trag auf Gewährung von Reisekosten und Diäten andie Mitglieder des Reichstages in der 18. Sitzung am19. April mit folgenden Worten ein: „Der Antrag hat bereitsfrüher den Reichstag des Norddeutschen Bundes mehrfach beschäftigt,