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5 (1887) Der Reichskanzler Fürst Bismarck : 1870 - 1871
Entstehung
Seite
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Zur Errichtung eines Reichstagsgebäudes. 143

erfordert einen großen und breiten Platz. In geschäft-licher Beziehung ist es wünschenswert, daß der Sitz desReichstages nicht zu weit entfernt sei von dem Sitz desBnndesrats und der Behörden, die mit demselben zuthnn haben, des Bundeskanzleramts und des AuswärtigenAmts, ja selbst nicht allzuweit von dem administrativenZentrum entfernt sei, welches sich für die preußischengrößeren Behörden, deren Hilfe und Mitarbeitung wirin allen unseren Geschäften bedürfen, in der Wilhelm-straße und der Gegend gebildet hat. Da aber ist wiederdie Beirätlichkeit des Platzes die Frage. Es märe jasehr naheliegend, daß der Bund ans dem Grundstück chbaut, das er einmal eigentümlich erworben hat, und dasihm gehört, und das er erworben hat, um es zu be-bauen. Ich weiß indessen nicht und will dem nicht vor-greifen, ob das Grundstück in sich ausreichenden Platzgewährt. Auf beiden Seiten ist es begrenzt von Privat-besitz, wenn ich den des Kronfideikommisses so nennendarf, und von dem bekannten Grundstück des Herrnv. Decker; beide Grundstücke sind weder im ganzen nochteilweise zu haben. Es würde also doch die Ausdehnungdes Baues sich beschränken müssen auf das jetzige Bundes-grnndstück. Es ist das wohlfeilste und einfachste. DiesesGrundstück hat eine Länge von etwa 500 und eine Tiefevon etwa 90 Schritt, würde also zu jeder Ausdehnungdes Baues den Raum bieten, wenn man sich entschließenkann, die Tiefe des Grundstücks auch als Tiefe des Ge-bäudes anzusehen, mit anderen Worten, die Giebel gegendie beiden Straßenfronten, die hier zur Sprache kommen,zu stellen. Indessen ich kann darüber der Entscheidung

*) In der Wilhelmstraße.