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5 (1887) Der Reichskanzler Fürst Bismarck : 1870 - 1871
Entstehung
Seite
141
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Zur Errichtung eines Reichstagsgebüudes. PH

1872 der Bau der neuen Porzellanmanufaktnr soweitvollendet sein wird, daß das ganze Institut aus derStadt hinausverlegt werden kann, daß dann der Bau-platz, der aus den Grundstücken des Herrenhauses undder Porzellamnanufaktur gebildet wird, vollständig dis-ponibel ist, zum Zweck parlamentarischer Bauten, undich füge hinzu, daß noch heute die Absicht der kgl. preußi-schen Regierung besteht, dem preußischen Landtage als-dann eine Vorlage in dieser Richtung zu machen.

Was ferner den Antrag in seiner Allgemeinheit be-trifft, so glaube ich, daß über denselben weder in diesemHanse noch im Schoße der verbündeten Regierungen imPrinzip eine wesentliche Meinungsverschiedenheit darüberstattfinden wird. Daß eine Aenderung des gegenwärtigenZustandes notwendig sei, darüber ist kein Zweifel; daßdie neue Einrichtung entsprechend der Größe der Be-deutung, die sie haben soll, daß sie würdig ausfalle,darüber wird auch kein Zweifel sein. Die Schwierigkeitist nur, darüber ein Einverständnis zwischen den verschie-denen mitwirkenden Faktoren herzustellen, in welchemMaße der einen oder anderen Richtung des Gesamtbe-dttrfnisses mehr oder weniger Rechnung getragen werdensoll, und vor allen Dingen über die Auswahl des Platzes.Nicht ohne Schwierigkeit ist es dahin gelangt, daß diekgl. preußische Negierung sich in der Lage befunden hat,die amtliche Behandlung der Frage im Schoße des Bundes-rats anzuregen; sie ist indessen auch ihrerseits noch nichtim stände gewesen, ihren Vorschlägen eine bestimmte Form,in der Richtung auf einen bestimmten Platz namentlichzu geben, sondern sie hat sich auch dort darauf beschränkenmüssen, den Gegenstand im Bundesrate zur Erörterungzu stellen, in ähnlicher Weise, wie er hier zur Erörterung