Verwendung der Eisenbahnanlsihe von 1867. J 7
früheren Herrn Finanzminister zusammen ereignisreicheZeiten im Amte durchlebt habe, und er in einer schwie-rigen Epoche, wo uns seine einsichtsvolle, rasche, ener-gische und von der Verantwortlichkeit nicht zurückschreckendeHilfe die wesentlichsten Dienste geleistet (Beifall rechts)und keinen Augenblick gezögert hat, einzutreten und inZeit von wenig Tagen die Hindernisse, vor denen wirzu stehen glaubten, die so weit gingen, daß Zweifel vor-handen waren, ob die nötigen baren Gelder zur Löhnungder Truppen disponibel wären, zu beseitigen. Das An-denken an diesen, meines Erachtens in seinen Wirkungenunzerstörbaren, in unserm Staatsleben fortwirkendengroßen Dienst, den der frühere Herr Finanzminister unsgeleistet hat, hat mich abgehalten, Meinungsverschieden-heiten, die zwischen ihm und mir über die Verwaltungder Finanzen bestanden, so scharf zu accentuieren, wieSie vielleicht Ihrerseits erwarten; ich möchte aber auch,daß es Sie abhielte, ein rein formales Versehen härterzu beurteilen, als es nach seinem innern moralischenWert, nach der Unantastbarkeit seines Zweckes, nach derunzweifelhaften finanziellen Rechtlichkeit, in der das Ver-sehen gemacht wurde, verdienen sollte, und ich kann Sienur bitten, erteilen Sie jetzt oder, wenn Sie wollen,nach einer gründlicheren Prüfung, zu der uns möglicher-weise eine außerordentliche Sitzung im Sommer Ge-legenheit geben wird (Heiterkeit), der früheren Finanz-verwaltung Indemnität, und haben Sie das volle Ver-trauen zu der gegenwärtigen Verwaltung der Finanzen— ein Vertrauen, das Sie bisher schon mehrfach be-thätigt haben und das Sie gewiß nicht täuschen wird —,daß Sie einen strengen und treuen Wächter des konstitu-tionellen Rechts auf seinem Posten finden. (Bravo! rechts.)