26 Frühjahrssession des preußischen Landtags von 1870.
aller Teile der dadurch gewonnenen Geldsumme zu solchenAusgaben, welche gesetzlich notwendig waren, nachzu-weisen, obschon ich mit ihm darüber eine Rücksprachenoch nicht habe nehmen können. Eine weitere Ver-folgung gegen die Person des früheren Finanzministers,glaube ich, kann sachlich zu nichts weiter führen, und ichbin überzeugt, wenn Ihnen die Nachweise, auf die Sieein volles Recht haben, geliefert worden sind, daß Sieselbst davon abstehen.
Es kann kein erhebliches pekuniäres Interesse dabeiobwalten, da doch immer demjenigen, der in der Lagewäre, für 700 000 Thlr. und mehr Staatsausgaben ausseiner Privatkasse geleistet zu haben, diese Ausgaben er-stattet werden müßten.
Ich halte es nicht für die Aufgabe der Staats-regierung — und ich hoffe, daß ich darin mit meinenKollegen, mit denen eine Verabredung zu treffen mir dieZeit gefehlt hat. Einer Meinung sein werde — ich haltees nicht für unsere Aufgabe, einen Fehler in der Form,der begangen ist, abzuleugnen, sondern ich halte es fürmännlicher und der Sache und den Personen dienlicher,ihn ganz offen anzuerkennen und lediglich an Ihre Ju-demnitätsbewilligung, nachdem Sie genaue Kenntnis vonallem haben, zu appellieren und Ihnen die Versicherungzu geben, daß, so viel an uns und jedem Einzelnen vonuns liegt, eine Wiederkehr ähnlicher Vorkommnisse zuverhüten wir für unsere Pflicht halten. (Bravo!)
Ich glaube, daß ich fast die Grenzen des Zulässigenberührt habe in Aeußerungen über einen abwesendenfrüheren Kollegen. Daß es mir schwer gewesen ist, mitdieser offenen Darlegung der Vergangenheit vor Sie zutreten, können Sie mir glauben, nachdem ich mit dem