Vertonung der L lindtnffsscssion.
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Herrenhaus in einen, üblen Licht erscheinen zu lassen,denen gegenüber scheint es mir nützlich, daß das Herren-haus durch eine offene Aussprache seiner Stellung zurKreisordnung die Wähler, mit denen die einzelnen Mit-glieder dieses Hauses als zum Teil sehr einflußreicheMitwähler zu thnn haben, darüber aufkläre, melche Mo-tive das Herrenhaus leiten. Das sind gerade die Mo-tive, welche ich in den Vorverhandlungen in den Vorder-grund gestellt habe, das ist die Ueberzeugung, an der ichauch jetzt festhalte.
Im Interesse der Regierung liegt es außerdem, dar-über keinen Zweifel zu lassen, daß sie mit vollem Ernstdiejenigen Reformen der Kreisordnung anstrebt, die ab-solut notwendig und von der öffentlichen Meinung all-gemein gefordert werden. Bevor man daran gehen kann,bei uns in Preußen eine Dezentralisation der Geschäftevorzunehmen und einen erheblichen Teil der Attributeder Bezirksregierung resp. der Minister auf die Organedes Kreises zu verteilen — bevor wir daran gehen, be-dürfen wir einer Reform der Kreisordnung, und wenndie Notwendigkeit der Dezentralisation von der über-wiegenden Mehrheit dieses Hauses und der Bevölkerunganerkannt ist, so muß auch das zweite Zugeständnis folgen,das vor allen Dingen notwendig ist, für die Arbeit ander Kreisverfassungsreform keine Zeit zu verlieren, dieirgendwie nützlich dazu verwendet werden könnte. Wennwir uns auch darauf gefaßt machen müßten, daß dieganze nächste Legislaturperiode mit den Versuchen, zwischenden beiden Häusern eine Verständigung unter sich mitder Regierung über die Reform der Kreisordnung herbei-zuführen, ausgefüllt werden sollte, so würden wir dochnicht darauf verzichten können, sie durchzuführen und un-