208 Der Abg. v. Bismnrck-Schöuhausen 1847—1852.
Vertretung mit sehr wesentlich modifizierten Ansichtenüber diesen Punkt hierherschicken wird.
:;i. Das preußische Heer Mid die großen Städte.
20. März 1852.
In der 46. Sitzung der Zweiten Kammer vom 20. März 1852wurde unter anderem bei der Beratung des Militttretats der Titel,betreffend Geldverpflegung der Truppen, 10 021198 Thlr. zur Dis-kussion gestellt. Von dieser Summe beantragte der Abg. Frhr. v.Vincke 409 373 Thlr abzusetzen. In der Begründung für diese Ver-minderung erging sich der Abg. v. Vincke in einer scharfen Ver-urteilung der letzten preußischen militärischen Leistungen. Man sollenicht daran denken, die Landwehr etwa dazu zu benutzen, bei einemdiplomatischen Rückzüge, wie dem von Olmütz, Parade zu machen,und Ereignisse, wie dis Schlacht bei Bronzell, könnte ohne Be-nachteiligung des militärischen Geistes nicht vorübergehsn. Der Abg.Harkort ferner hielt es für nötig, die Tüchtigkeit der preußischenLandwehr zu betonen. Im Verlauf dieser Debatte hielt der Abg.v. Bismarck die nachstehende Rede:
Ich hätte gewünscht, Sie nicht mit einer Auslassungzu behelligen, nachdem die Gründe für die Aufrechterhal-tung der Vorlage gegen den Antrag des Herrn v. Vinckeauf das schlagendste erschöpfend dargethan worden sind.Der Umstand, daß zwar viele der Herren, vielleicht wohldie Mehrzahl, dadurch überzeugt worden sind, nicht aberder Abg. Harkort, macht es mir wünschenswert in Be-zug auf die Anführung, die er wiederholt hat, nochmalsdas Wort zu nehmen. Ich knüpfe an die Aeußerungan, in der er der Verwaltung den Vorwurf macht, daßman die Stabsoffiziere bei uns nicht alt genug werdenläßt, und daß man nicht darauf sehe, viel alte Stabs-offiziere zu konservieren. Wenn der Verwaltung einVorwurf mit Recht zu machen wäre, so würde es gerade