Zg Der Mg. v. Bismarck-Schönhausen 1847—1852.
Staatsminister v. Auerswald erklärte, daß sich für den, dersich in der Lage befindet, sich offen aussprechen zu können, überallkeine Verlegenheit findet. Der Versammlung sei bekannt, daß desKönigs Majestät ausdrücklich erklärt habe, Sie wolle eine nationaleReorganisation des Großherzogtums Posen schirmen und fördern.Zum Zweck dieser Reorganisation habe sich das Gouvernement da-hin ausgesprochen, daß man daS Prinzip der Berechtigung derNationalität vollkommen anerkenne, ihm vollkommenes Recht ge-währe, daß man aber die Berechtigung der Deutschen in Posen un-gekränkt und unverletzt erhalten müsse und erhalten werde. Damithaben sich die Abgeordneten des Großherzogtum Posen einverstandenerklärt und das sei auch Sr. Majestät fester Entschluß. — Darauferwiderte der Abg. v. Bismarck:
Ich habe eine persönliche Bemerknng zu machen,daß ich mich nämlich durch die Erklärung des HerrnMinisters vollkommen befriedigt fühle und nur meinBedauern darüber auszudrückeu habe, daß derselbe Zweifelin meine Absicht setzt, dein Ministerium keine Verlegen-heiten bereiten zu wollen, nachdem ich mich darüberdeutlich ausgesprochen habe; ich wüßte nicht, was- michzu dieser Aeußeruug hätte veranlassen sollen, wenn sienicht aufrichtig gewesen wäre.
4. Eine Fimulzrede.
10. April 1848.
In der Königlichen Botschaft vom 4. April wurden die zumZweiten Vereinigten Landtag versammelten Stände aufgefordert,ihre Zustimmung dahin zu erteilen, „daß unter Verantwortlichkeitdes Ministeriums gegen die zunächst zusammenkommende Volks-vertretung die zum äußeren Schutze der Monarchie sowohl, als zurWiederherstellung des Kredits und zur Aufrechterhaltung der In-dustrie erforderlichen Geldmittel erhoben oder beschafft werden dürfen,sei es mittels neuer oder zur Erhöhung älterer Steuern, oder durchrechtsgültig zu kontrahierende Anleihen". — Dazu hielt der Abg.v. Bismarck folgende Rede:
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