Vorwort zum ersten Bond.
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füllung gegangenen Prophezeiungen. Eine Sammlungdieser ersten Reden ist einem bisher ungebührlich wenigbeachteten edelerzhaltigen Boden zu vergleichen, in wel-chem erfolgreich zu schürfen nicht schwer fällt, in welchemKörner edelsten, gediegensten Goldes in Hülle und Füllesich vorfinden.
Nur in der äußeren Erscheinung, man verzeihe dieTrivialität, würde man in dem heutigen Reichskanzler,wenn er sich im Reichstage unter lautloser Stille desHauses und der Tribünen zu einer jener Reden, auf dieEuropa lauscht, erhebt, den Abgeordneten v. Bismarck-Schönhausen von Anno 1847 nicht wiedererkennen. „Inder Sitzung der Kurie der drei Stände vom 17. Mai,"schreibt sein Biograph, „erschien der Abgeordnete v. Bis-marck zum erstenmal auf der Tribüne; eine hohe Gestaltvon mächtigem Bau, das dichte Haar kurz geschnitten, dasgesund gerötete Antlitz von einen: starken blonden Voll-bart eingerahmt, die blanken (grauen) Augen etwas vor-stehend, ä tisui- äs Isis, wie die Franzosen sagen, sostand er da, blickte einen Augenblick in die Versamm-lung und sprach dann schlicht, mitunter stockend, miteinem scharfen, zuweilen schneidenden, nicht eben ange-nehmen Klang in der Stimme u. s. w." Die Art desMannes fand keinen Beifall, Ausbrüche der Entrüstung,lauter Lärm unterbrachen seinen Vortrag; er aber zog ge-lassen die Spenersche Zeitung hervor und las darin, bisder Vorsitzende die Ruhe wiederhergestellt hatte. Heutesitzt der Kanzler ruhig auf seinem Sessel am oberenEnde der Bundesratstafel und macht während der hef-tigsten Angriffe der Opposition mit dem bekannten großenBleistifte Notizen, oder er legt gemütlich das rechte Beinüber das linke und spielt mit den: Sporeurade: gelegent-