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1 (1885) Der Abgeordnete von Bismarck-Schönhausen : 1847 - 1852
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Vorwort zum ersten Bond.

bisher nicht zugänglich gemacht morden. In einer großenVolksversammlung konnte z. B. noch neulich ein be-kannter Parteiführer ohne Widerspruch behaupten, FürstBismarck habe sich niemals zur Judenfrage geäußert,und doch besitzen wir bereits aus dem Juni 1847 ver-schiedene Reden des ritterschaftlichen Abgeordneten v. Bis-marck-Schönhausen, in welcher die in Betracht kommendeFrage mit einer Originalität und Gründlichkeit behandeltist, an welcher sich unsre neueren Forscher und Agita-toren eilt lehrreiches Muster nehmen können.

Es gibt kaum ein einziges Gebiet der inneren undäußeren Politik, welches in der angedeuteten Periodenicht bereits von dem jungen Politiker Bismarck inseinen damaligen Reden eingehend behandelt oder min-destens gestreift worden wäre. Wir finden darin nichtminder Preußens und Deutschlands Beziehungen zu denMächten Europas besprochen, wie sie sich über wirt-schaftliche Reformen, über Steuer- und Finanzwesen,landwirtschaftlichen Notstand, Zunft- und Jnnungsmesen,Eisenbahnangelegenheiten, kirchliche Fragen u. s. w.u. s. w. verbreiten. Und das ist das besonders Merk-würdige, daß die meisteil dieser ersten Reden dem un-befangenen Leser den Eindruck gewähren, als könntensie heute, nach fast 40 Jahren, wieder gehalten werden,ein Beweis, daß der Charakter Bismarck, mag er imLaufe der Zeit auch eine weitere, umfassendere Entwicke-lung genommen haben, in seinen eigenartigen Prinzipienund manchmal urwüchsig erscheinenden Grundanschauun-gen unverändert immer derselbe gewesen ist. Viele derdamaligen Aeußerungen Bismarcks haben, wenn inansie mit den späteren Ereignissen bis auf den heutigenTag zusnmmenhält, geradezu die Bedeutung von in Er-