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rechtigung zu gewissen Ämtern besitzt und jeder andere von derenErlangung ausgeschlossen bleibt. Hier ist also eine freie Ent-wickelung gehemmt. Eine solche Einrichtung hat zur Folge, daßnicht nur die Kinder der zurückgesetzten Klassen, sondern auch dieSöhne der bevorrechteten Stände selbst der liberalen Erziehungentbehren. Denn wer unter Prärogativen erzogen wird, wirdallenfalls unter dein Einfluß von Gouverneuren und Gouvernantenoder selbst unter der Einwirkung nobeler Passionen aufwachsen,was man auch oft eine liberale Erziehung genannt hat; aber imErnste kann sie nicht also genannt werden, sie ist vielmehr dasGegenteil davon. Unter aristokratischen Verhältnissen ist eineliberale Erziehung unmöglich, und der Liberale hat sich daherdem Einflüsse der aristokratischen Luft möglichst zu entziehen.Sie soll sehr ansteckend sein.
Die andere Art jener Hindernisse einer freien Entwickelungist mehr gegeben, als gemacht, aber dennoch zu beseitigen. Ichdenke an beengende Verhältnisse der Umgebung, Not der Eltern,Druck der Zeiten und was dahin gehört. Ach, sie sind oft schreck-lich, diese Hindernisse! Wie manches herrliche Talent mag durchsie niedergedrückt worden sein, keine Geschichte hat diese Schmerzender Not ausgezeichnet. Behüte uns der Himmel, daß wir demwerdenden Menschen alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumen,seinen Pfad nur über Blumen leiten sollten, mich wenn wir esvermöchten! Die Heroen der Menschheit sind zum größten Teilaus dem Bürgerstande, zum Teil aus dem niederen hervorgegangen,sie haben sich unter drückenden Verhältnissen empor gearbeitet.Nur daß der Druck kein unmenschlicher, kein zu großer sei! Airdem hier entstehenden Problem hat der große Fichte, ein nni-versalliberaler Geist, gearbeitet, und die Gegenwart arbeitet indem noch etwas wirren System des Sozialismus an derselbenAufgabe der Philanthropie. Gewiß muß und wird in der nächstenZukunft manches in dieser Hinsicht geschehen, was wir mit Ver-trauen erwarten dürfen. Die Möglichkeit einer freien Entwickelungaller Individuell setzt voraus, daß aus der menschlichen Gesell-schaft alles, was an Kastenwesen erinnert, radika l weggeräumtsei, und sie verlangt, daß der Entwickelung der Individuen nicht