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und Verlassenen, der Vater unglücklicher, umherirrender Kinder.Diese Eigenschaft ist so bekannt, daß ich ganz kurz sein kann. DieAndeutung seiner Thaten giebt schon hinreichend beredtes Zeugnis.
Gleich, nachdem er selbständig geworden, bekämpfte er dieUnterdrückung des Volkes durch die herrschende Aristokratie seinerVaterstadt; er kämpfte während seines ganzen Lebens für dieRechte der unterdrückten Menschheit, für Gerechtigkeit und Huma-nität. Seine erste größere Unternehmung bestand in der Anlageeiner Erziehungsanstalt für Bettlerkinder — er verlor darübersein und seiner edlen Gattin Vermögen, er wurde zum Bettler.Im Jahre 1798 sammelte er achtzig durch die Schrecken desKrieges verirrte Kinder in Stanz um sich und wurde ihnenLehrer, Erzieher, Vater, Arzt, Aufseher, Knecht und Magd. ImJahre 1818 bestimmte er den ganzen Ertrag der Gesamtausgabeseiner Werke, 50 000 Franken, einer Erziehungsanstalt für Waisen-kinder, er war schon über 70 Jahre, als er eine solche Anstaltins Leben rief, und noch in dein 80sten Lebensjahre sann er aufdie Verwirklichring seiner Lebenspläne. Wer auch nur einenseiner Aufsätze gelesen, hat es empfunden, was für ein GemütPestalozzi im Busen trug, sein Herz schlug uur für die leidendeMenschheit; gilt es von einem, so gilt es von ihm: er opfertesich auf, er kannte kein eigenes Glück, nur das anderer, dasseiuige suchte er in dem ihrigen, er war der „Pelikan des Volkes".Als ihm Gelegenheit geboten war, unfern König Friedrich Wil-helm III. zu seheu, wurde er auf dem Wege zu ihm mehrmalsohnmächtig; aber nichts konnte ihn abhalten, in der Hoffnung, dasHerz des edlen Königs für die Erziehung des Volkes zu gewinnen.
Wem: Pestalozzichurch seine Entdeckungen, seinen Geist, seineIdeen zu den größten, so gehört er durch sein Herz und seineLiebe zu den edelsten Menschen aller Zeiten. Gewann er durchjene Eigenschaften unsere Hochachtung und Verehrung, so gewinnter durch diese unsere Zuneigung und unsere Liebe. Verehrenund lieben — ich muß es wiederhole:: — ist ein göttliches Ver-gnügen. Wir verehren und lieben den unsterblichen Mann, dasedle Gemüt, das liebende Herz. Schwer zu sagen ist es, durchwelche Eigeuschaft er am ineisten gewirkt hat. Alle waren in
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