Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
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Ich sage: es ist die Gesetzmäßigkeit der Dinge, allerDinge, aller Erscheinungen, aller Thatsachen, der äußeren Dinge,der realen Welt am Himmel und auf Erden, der Menschemvelt,der Geschichte des Einzelnen, der Nationen, des Menschen-geschlechts, der Werke des Menschen, der Wissenschaften, allerWissenschaften ohne irgend eine Ausnahme, aller Vorstellungen,aller Gedanken des Menschen und seiner Entwickelung. Alles,was geschehen ist, jetzt geschieht und geschehen wird, hat sich er-eignet und ereignet sich nach natürlichen Gesetzen, nach den inder Natur liegenden (immanenten) Gesetzen, trägt sich natur-gesetzlich zu, entsteht durch die Natur der thätigen Wesen undDinge, alles Erkennbare in der Welt hat einen natürlichenVerlauf rc.

Die Leser erkennen, daß der eben nach seinem Inhalte be-schriebene Grundsatz ein größeres Gebiet hat als die Pädagogik,er ist ganz universal, nichts kann sich ihm entziehen; aber ergilt auch für die moderne Pädagogik. Die Gesetzmäßigkeit istdie explizierte Vernünftigkeit, das Gesetz ist die bethätigte Ver-nunft der Dinge. Was vernünftig ist, ist gesetzmäßig, d. h. derNatur der Dinge angemessen, und was als dieser gemäß nach-gewiesen worden, dessen Vernünftigkeit ist bewiesen. Nichts Er-kennbares kann sich gegen die Natur der Dinge ereignen, istoberster Grundsatz, ist Axiom. Ja, wenn sich etwas gegen dasWesen der Dinge oder ohne dasselbe in der Welt oder imMenschen oder irgendwo und wie ereignen sollte, so ist es vomMenschen nicht erkennbar, es ist nicht für ihn da, es existiertgar nicht für ihn. Der Mensch kann, weil er Vernunft ist,d. h. gesetzmäßig denken muß, nur das denken, was seiner undder Natur der Dinge gemäß ist. Das Gegenteil ist undenkbar,folglich, wenn es wäre, für ihn nicht erkennbar, nicht existierend.Wer es behauptet, behauptet etwas schlechthin Undenkbares; weres sich vorzustellen meint, täuscht sich. Ich sage nicht, daß derMensch überall jeden Verlauf, jede Begebenheit, jedes Ereignis,jeden Gedanken rc. nach seinem gesetzmäßigen Verlaufe nachzu-weisen imstande ist (dazu würde die innerste Kenntnis allerDinge gehören); aber er geht bei jeder Beurteilung davon ans,