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2 (1885) Der Ministerpräsident v. Bismarck-Schönhausen : 1862 - 1866
Entstehung
Seite
178
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t78 Bis zum Kriege mit Oesterreich. 1865—1866.

fortgesetzt. Der Abg. Neichen heim, der Inhaber der erwähntengleichnamigen Fabrik, fühlte sich verletzt dadurch, daß der Minister-präsident gesagt hätte, die Beschwerden über dieselbe hätten sichnur „größtenteils" als grundlos erwiesen. Er kritisierte fernerdie Art, wie die Deputation zustandegekommen sei und Zutrittbeim Könige erlangt habe. Der Minister des Innern, Graf Eulen-burg, habe die dafür bei ihm nachgesuchte Vermittelung abgelehnt;„wenige Tage darauf wird die Deputation durch den Herrn Mi-nisterpräsidenten bei Sr. Majestät dem Könige eingeführt, ohne daßder Ministerpräsident es für gut erachtet hätte, bei den HerrenNessortchefs, die ganz genau von der ganzen Sachlage unterrichtetsein mußten, irgendwie Rückfrage zu halten. Damit sollte derpolitische Puff gemacht werden, und zu diesem poli-tischen Puff hat man Se. Majestät, die Majestät desKönigtums, gemißbraucht. Das, m. H., veranlaßte dasHandlungshaus, für die Untersuchungskommission alles zur Dis-position zu stellen, damit die Wahrheit nach allen Richtungen voll-ständig zum Durchbruche gelange, damit Wahrheit an den Thronkomme und nicht mehr Lügen, wie es leider hier der Fall gewesen.Aber es geht noch weiter! Derselben Deputation ist zur Bildungeiner Assoziation ein Kapital aus der Schatulle Sr. Majestät ge-währt worden. Denselben Personen, welche jene Deputation ge-bildet, ist das Kapital von 6000 Thalern und später noch weitere6000 Thaler gewährt worden u. s. w." In der 10. Sitzung desAbgeordnetenhauses ließ sich der Ministerpräsident folgendermaßenauf diese Angriffe aus:

Ich habe neulich mitgeteilt, daß die Verhandlungenüber die Waldenburger Untersuchungskommission ver-öffentlicht werden würden. Eine unglückliche Neigungzur Höflichkeit und Unparteilichkeit hat mich verleitet,dieser Erklärung einige anerkennende Worte für dieFabrik des Herrn Abgeordneten Reichenheim hinzuzu-sügen, die dieser Herr als Ausgangspunkt eines persön-lichen Angriffs benutzt hat, welcher gegen mich und dem-nächst gegen die Arbeiter, die sich beschwert haben, ge-richtet ist. Zu meiner Verteidigung bin ich genötigt,auch meinerseits dieser Veröffentlichung vorzugreifen undzu erzählen, wie es kam, daß die Arbeiter eine Audienz