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2 (1885) Der Ministerpräsident v. Bismarck-Schönhausen : 1862 - 1866
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Der Geist d. Verfassung. Das Bündnis m. Oesterreich. 176

und wird auch im andern Hause voraussichtlich gemachtwerden daß wir die zukünftige Gestaltung der Herzog-tümer uns dadurch erschwert hätten, daß wir in einBündnis mit Oesterreich eingegangen sind. Ichglaube, meine Herren, daß die Nützlichkeit dieses Bünd-nisses während der vergangenen Phase von der Zukunftin ein helleres Licht gestellt werden wird, als die bis-herigen Ereignisse, so weit sie zu Tage liegen, es gethanhaben, und als ich selbst im Augenblick im stände bin,es zu thun. Einstweilen erlaube ich mir zu bemerken,daß, wenn wir den Weg, den wir gegangen sind, nichtgehen wollten, uns kein andrer regelmäßiger Weg übrigblieb, als der des Bundeskrieges. Es ist derselbe auchmit mehr oder weniger Variationen in Bezug auf dieArt, wie er einzuleiten sei, empfohlen und in der Thatvergeblich versucht worden. Nun liegt es auf der Hand,daß in einen: Bundeskriege Oesterreich nicht bloß alseinfacher Bundesgenosse, sondern als Präsidialmacht be-teiligt gewesen sein würde, und daß neben Oesterreich,und viel entscheidender als dieses, die Majorität desBundestages nicht bloß auf die Kriegführung, sondernnamentlich auf die schließliche Gestalt der Herzogtümereingewirkt haben würde.

Daß wir von dieser Majorität eine wohlwollendereBerücksichtigung der preußischen Interessen zu erwartengehabt hätten als von den: verbündeten Oesterreich, das,glaube ich, werden selbst die Herren, die uns jene:: Vor-wurf »rachen, nicht behaupten. Ich glaube, sie machenihre Vorwürfe nur in der Art, daß sie die Konsequenzderselben nicht bis ans Ende ziehen, und daß sie sichnicht klar machen, was die notwendigen Resultate ge-wesen wären, wenn wir ihren: Ratschlage gefolgt wären.