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2 (1885) Der Ministerpräsident v. Bismarck-Schönhausen : 1862 - 1866
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Nochmals die polnische Frage.

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lich." Der Abg. Virchow endlich bezweifelte die Glaubwürdigkeitder Regierung betreffs ihrer früheren Auslassungen über die Hal-tung der auswärtigen Kabinette. „Zu einer Zeit, führte er aus,wo der Herr Ministerpräsident es immer noch ablehnts, irgend-welche Vorstellungen von auswärtigen Regierungen erhalten zuhaben, hat der englische Botschafter Vorstellungen erhoben undwurde der französische Botschafter beauftragt, Position gegen daspreußische Kabinett zu nehmen." Der Minister Billault habe imSenat die Haltung des preußischen Abgeordnetenhauses in der pol-nischen Frage gebilligt, und der Minister des Auswärtigen, Drouynde l'Huys, habe in einer Depesche an den französischen Gesandtenin Berlin das preußische Kabinett direkt dafür verantwortlich gemacht,gewissermaßen die polnische Frage selbst wieder ins Leben gerufenzu haben. Das Abgeordnetenhaus müsse, zumal bei der HaltungOesterreichs, dis Besorgnis hegen, es würde nicht mehr sehr langedauern, wo auf das zweite Warschau noch ein zweites Olmützfolgen werde. Der Ministerpräsident wies die Zweifel an seinerGlaubwürdigkeit mit Entschiedenheit zurück:

Ich bin durch die Worte des Herrn Vorrednersveranlaßt, meinerseits das Wort zu ergreifen, um mitBestimmtheit'oie Zweifel zurückzuweisen, welche der HerrVorredner mit mehr Entschiedenheit als Grund gegendie Richtigkeit dessen, was hier von der KöniglichenStaatsregierung bei früheren Gelegenheiten erklärt wor-den ist, aufgestellt hat.

Der Herr Vorredner beruft sich dabei wesentlich aufAeußerungen in fremden parlamentarischen Körperschaften,auf Erklärungen fremder Regierungen, auf Zeitungs-nachrichten, die sich an dieselben knüpfen. Ich wieder-hole auf das positivste, daß alle diejenigen Erklärungen,sie mögen kommen, woher sie wollen, welche mit denineinigen in dieser Sache im Widerspruch stehen, aufIrrtum beruhen. Der Herr Vorredner hat einen Be-weis zu liefern geglaubt, indem er sich auf amtlicheDepeschen bezog. Wenn es ihm gefällt, fremden Regie-rungen mehr Glauben zu schenken als der eignen (Uu-