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1 (1890)
Entstehung
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398
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Prinzips oder eines Gottes? Wir befinden nns ans demMeere der Fragen, der Zweifel. Anders lantet die Antwort desreligiös erzogenen Menschen, anders die des bloßen Forschers.Jener stellt Gott an die Spitze lind leitet alle Naturgesetze vonihm ab, ohne jedoch das Wie der Einwirkung angeben zu können,dieser weiß nur von Naturkräften und hält alles andere fürfremdartige Einmischung oder müßige Betrachtung. Summa: dieNaturforschung lehrt keinen Gott lind weiß von keinem Gott.Eiil schlagender Beweis für diese (ich hoffe nicht, daß Sie sagen:kühne) Behauptung sind die Naturforscher selbst, in deren Eigen-tümlichkeit sich das am prägnantesten ansprägen muß, was dieobjektive Natur enthält und wie sie wirkt. Denn der Menschnimmt das Gepräge lind die Natur dessen an, womit er sichbleibend beschäftigt. Ob die Beschäftigung mit religiösenDingeil vorzugsweise Religiosität wirkt, muß sich vorzugsweise inder Beschaffenheit der Theologen spiegeln, wie die Lehrer dasGepräge des Lehramtes an sich tragen. Was lehren uns dieNaturforscher und zwar die tüchtigsten, tiefsteil? Sind sic vor-zugsweise religiöse Männer? Hängen ihre Forschungen von ihremreligiösen Glauben ab? Ist der der tüchtigste Naturforscher, demwir den tiefsten religiösen Sinn znschreiben? Keiner, welcher dieGeschichte der Naturwissenschaften kennt, wird eine dieser Fragenbejaheil. N ewto n war ein frommer Mann, aber er war daru innicht das große Natnrgenie, weil er fromm war, und La lau dewar darum kein schlechter Astronom, weil er voll allem Über-sinnlichen sagte: Hu'sst os c^ns esla pronvs? lind von Gott:lls n'ni pas sn bssoiil cts ostts Ir/potbsss. So in unzähligenBeispielen. Die wissenschaftliche Erforschung der Natur lind dieReligiosität habeil nichts miteinander gemein. Sie können indemselben Geiste nebeneinander besteheil, aber das eine kann auchvorhanden sein, ohne daS andere. Ja, wir müssen weitergehenund sagen, der Naturforscher muß als solcher auf religiöseAnsichteil nnd Borstellungen, die er außerdem hat, verzichteil, sieül seinem Bewußtsein vernichten, er darf ihnen nicht den ge-ringsten Einfluß auf seine Thätigkeit einrälunen. Denn er mußvöllig v orau sse tzun gs los an die Erforschung der Naturgehen. Was sie sei, was ihre Erscheinungen enthalten, ob etwas