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1 (1890)
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noch Tausende von Menschen um das tägliche Brot in Ver-legenheit sind.

Das Besserwerden hängt von der Verbreitung richtiger An-sichten ab. Darum spreche ich von dem Mißverständnis inunserem öffentlichen Leben. Von absoluter Gleichheit kann keineRede sein. Aber wer kann es leugnen, daß wir die Harmoniedes Lebens verloren haben? Mißverhältnisse zwischen Konsumtionund Produktion, zwischen Bevölkerung und Ertrag des Bodens,zwischen Zahl der Beamten und der Regierten, zwischen wissen-schaftlichen Bildnngsanstalten und Anstalten für den Bürger undLandmann, wie zwischen Reichtum und Armut wer kann siewegleugnen? Es ist keine Kleinigkeit, diese Mißverhältnisse zu denrechten Verhältnissen rimzubilden; nein, es ist die schwierigste,außerordentlichste Aufgabe. Aber das Übel verschwindet nicht,wenn wir die Augen vor ihm verschließen. Nur der höchste Graddes Leichtsinns oder der Unbarmherzigkeit konnte uns dazu ver-leiten. Aber wenn wir auch noch nicht durch diese disharmonischenVerhältnisse erdrückt werden;apvos noiw Io ckolnAo". Niebu hrhat in ähnlicher Betrachtung des gesellschaftlichen Zustandes seinenKindern die schwärzeste Zukunft prophezeit, und der Gram darüberhat sein patriotisches Herz gebrochen. Darum sage jeder dasBeste, was er weiß. Mein nächster Ratschlag ist der: Teil-nehmende Sorgfalt für die leiblichen Bedürfnisseder unteren Klassen, ans freiem Antriebe, aus Gerechtigkeitund Humanität. Für den braven Mann unserer Zeitgiebt es kein Privatglück mehr ohne öffentlichesWohl. Dieses ist unser Grundsatz. Ist für die Existenz undSubsistenz, nämlich für die mensch li che Existenz und Subsistenzaller Glieder des Staates gesorgt, und haben wir dann nochGeld übrig, dann sorgen wir für die entfernteren Interessen, fürErziehung und Bildung, und nachher auch für Kunst- undLuxnsanstalten und Vergnügungshäuser.

Verschließen wir nur das Auge nicht vor den Gefahren, dieuns überkommen, wenn wir die Ordnung umkehren. Soll dasBeispiel, das die Fabrikstadt Lyon im Jahre 1831 gegeben hat,ohne Belehrung an uns vorübergehen? Wodurch entstand zu-