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Man gebrauche — um Dänemark von diesem Verfahren,das in seiner Art einzig ist, abzubringen — Repressalien, nachdem allgemein gültigen Grundsatz des Völkerrechts: kommst dumir so, so komme ich dir so. Oder nach dein gemeinen Sprich-wort: Was dem einen recht ist, ist dein andern billig. EinDäne, der Deutschland bereise, löse in jedem souveränen Staate,in dem er sich mehr als 24 Stunden aufhält, einen neuen Paß,damit er 38 Pässe mit nach Hause schleppe, und sich so eineSammlung von Pässen anlege. I'wdatnm sst! — bäat sustitia,pereat in um! im.
9.
Noch will ich einiges aus meinem Aufenthalte in Kopen-hagen Nachträgen.
Am ersten Tage meines Aufenthaltes in K. wohnte ich einerBeerdigung bei. Ich schleuderte, meiner Gewohnheit gemäß, amersten Tage ohne Begleitung — um nicht durch oft sehr unge-legene Redseligkeit eines Lohnbedienten des ersten, frischen Ein-drucks verlustig zu gehen — in den Straßen und Umgebungender Stadt umher (wodurch man, beiläufig gesagt, das Orientierenlernt und den Ortssinn ausbildet). Der Lohnbediente des Hoteldu Nord hatte nur schon unter den Sehenswürdigkeiten derStadt, besonders für heute, weil am Sonnabend kein Raritäten-kabinett ohne schweres Geld geöffnet wird, die Kirchhöfe genannt.Freilich war für den Vormittag um 10 Uhr mit einer Gesell-schaft ein Besuch zweier Königl. Schlösser verabredet; allein alsmir ein Leichenkoudukt von 10—12 Wagen begegnete, und mirFridolins Spruch:
„Dem lieben Gotte weich' nicht aus,
Find'st du ihn auf dein Weg!"
Schillers Gang nach dem Eisenhammer,eiufiel, so verzichtete ich auf die Schlösser, deren Anblick denSchauenden oft mit Wehmut, oft mit Neid, selten mit gutenGedanken erfüllt, und folgte dem Leichenzuge. Es ging zumwestlicheil Thore hinaus, eine Viertelstunde weit. Den Zug er-öffnete ein Wagen mit einem stattlich gekleideten Manne, wahr-scheinlich dem Leichenoffizier. Voll Trailer bemerkte man wenigstens