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blühten noch nicht. An den Kirschbänmen in der Röhe derWohnungen sah man Früchte, die der Reife entgegen gingen; dieErdbeeren waren reif. Folglich reifen unter dein 55. Grade derBreite diese Früchte hier etwa vierzehn Tage später als unterdem 51. Grade in Berlin.
Die Waldungen, nicht besonders hoch, bestanden meist ansBuchen und Kiefern: Tannen, Fichten, Lärchenbäumen, hier undda kamen auch Erlen vor. Die Chaussee war anfangs meist mitWeidenbäumen, zuletzt mit kanadischen Pappeln bepflanzt. Unterden Gesträuchen blühten besonders wilde Rosen lind Flieder. Diewild wachsenden Blumen trugen, wie überhaupt im nördlichenDeutschland, weiße, blaue und gelbe Blumen. An den Wegenprangten rieseumäßige Natterköpfe, großrandige Gänseblumen undverschiedene Arten von Disteln.
Auf den Weiden graseten Pferde, Kühe und Schafe. DiePferde waren klein, die Kühe teils rötlichgelb, teils weiß undschwarz, einige eselfarbig grau; die Schafe selten schwarz. EinigeSchweine, die wir sahen, hatten eine rötlich-gelbe Farbe, be-sonders die jungen.
Von größeren Vögeln wurden sichtbar: ein Fischadler, Möven,Elstern und Enten, Gänse und Schwäne. Von Singvögeln hörteich Tausende von Lerchen, Walddrosseln, Pirole, Goldammern,Haus- und Steinschwalben und (wenig) Sperlinge. Die Rossewurden von Pferdefliegen gequält; sonst waren aber keine In-sekten sichtbar, und namentlich gar keine Schnaken (stechendeMücken), die einem in Berlin und am Rhein oft den Genuß derSommermonate verkümmern.
Die Wohnungen der Landleute sind denen in den meistenGegenden Deutschlands gleich: einstöckige Häuser, Fach- undLehmwerk, Strohdächer, nur mehr Fenster, wie man überhauptim Norden das Licht liebt und die Lust. Die uns begegnendenBauern grüßten, was ohne Zweifel der Diligence, als einer-königlichen Anstalt, galt. —-
Über die Mitteilung aller dieser Notizen wirst du dich,mein Freund! gewiß nicht wenig gewundert habe», darüber, daßich solche ordinäre Dinge in breiter Redseligkeit erzähle. Daß