Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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Freude au ihrem Aussehen, ihrer Tracht. Schau gleich beimEintritt in Kopenhagen war mir die Schönheit des Menschen-schlages ausgefallen, aber alles, was ich in den vergangenenTagen gesehen hatte, wurde heute übertroffen. Nie habe ich soviele gntgekleidete, männlichkräftige Männer, nie so vielehübschgekleidete, anziehende Frauengesichter, nota bans aus deinVolke, gesehen, echt deutsche, echt germanische Gestalten und Züge.In allem Ernste, ohne alle Übertreibung, ohne Phantasie. DieFrauen sind eher klein als groß, aber die Männer sind groß.Beide haben ein starkes Knochengerüst und breite Schultern, dieMänner sind znm Teil wahrhaft kolossal. Die Augen beiderGeschlechter meist blau, selten schön himmelblau, inehr graublau,sanften Ansdruckes, nicht hervorstehend und nicht stechend, rechtanziehend, Gutmütigkeit verratend; die Nasen von mittelmäßigerGröße, meist gerade, in der Regel mit einer leichten Biegungnach innen, etwas starke Lippen, gerötet, wie bei allen Gesunden,das Haar braun, fast nie schwarz, sehr häufig bland, besondersbei den Frauen, und dann ins Gelbliche oder Rötlichgelbe über-gehend. Dabei zeichnete sich eine Menge Franen durch eine Haut-weiße und einen Teint aus, um den manche Prinzessin ihr ganzesGeschmeide hergeben würde. Ich bin sonst auf dergleichen Dingenicht sehr aufmerksam, aber wenn ich dieses hier nicht bemerkthätte, ich wäre mit Blindheit geschlagen gewesen. Danebenhatten die Frauen meist auch noch einen echt germanischenZug: etwas zurückgezogene Oberlippe, so daß die Ober-

zähne sichtbar waren, wenigstens beim Sprechen sichtbar wurden.Ich schließe daraus, wie aus andern untrüglichen Zeichen: dieDänen sind einer der am reinsten gebliebenen, ungemischten ger-manischen Stämme. Unter ihnen findet man die Typen und dieNormalmenschen, die Tacitus beschrieben hat. Das gewährteine reine Freude.

Die Kleidung der Männer ich rede nur vom Volke, denndie Vornehmen gleichen sich allenthalben, und jetzt findet manvon Brixen bis zum Öresund, und von Saarlouis bis Tilsitzum Beispiel die Ärmel-Ungeheuer; denn was Mode ist, findendieseGebildeten" geschmackvoll also die Kleidung der Männer