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die geistige Bildung schließt die politische ein. Mit der Ab-nahme der Geistesbildung ist die der politischen verbunden, mitdem Wachstum jener wächst auch diese. Kluge Geistestprannenpflegen daher dem Fortschritt der Bildung des Volkes alle er-denklichen Hindernisse in den Weg zu legen, die Ausbreitung desWissens nach Möglichkeit zu beschränken, den Volksnnterricht aufein Minimum zu reduzieren, das Denken durch blinde Gläubig-keit nach Möglichkeit unmöglich zu machen, an unbedingte Unter-würfigkeit zu gewöhnen, kurz: die Völker in knechtischer undsklavischer Gesinnung zu erhalten und deswegen, weil der Menschin seiner Jugend bildungsfähig ist, über die Art ihrer Unter-weisung zu verfügen.
8! a ch w o r t.
Was Diesterweg nach meinem Vorworte von der Lektüre seiner Auf-sätze in den 80er und 90er Jahren wünscht, ist schon jetzt und zwar währenddes Druckes dieses Werkes in Erfüllung gegangen. Mehrere Zuschriften,die ich erhalten, geben davon Zeugnis. So nennt sich ein sächsischer Schul-direktor einen der eifrigsten Leser der ausgewählten Schriften; ein andererLeser drückt seine große Freude darüber aus, nunmehr das Beste vonDiesterweg vereint zu besitzen und dieses zugleich in solcher schönen Form;ein dritter wünscht von diesem und jenem Aufsatze besondere Abdrücke fürdas größere Publikum veranstaltet zu sehen; ein vierter dankt für die Aus-wahl und insbesondere dafür, daß so manches, was scheinbar verborgenwar, auf den Leuchter gestellt worden sei u. s. w.
Da das Ganze nunmehr vorliegt, so hoffe ich, werden zu den gegen-wärtigen Lesern fort und fort neue hinzutreten, die von den pädagogischen,psychologischen und philosophischen Gedanken des Werkes angeregt, belebtund begeistert werden.
Ich schließe auch jetzt mit einem Wunsche Diesterwegs: „Eines wünscheich mir zum Lohne meiner Arbeiten: die Freude des Lehrers über dasdeutsche Erziehungswesen, noch mehr: die Freude an der deutschen Nation,das Hochgefühl, einer von der Natur so reich, so allseitig ausgestattetenNation anzugehören." Nun mir ein geeintes Deutschland haben, für desseninnere Einheit Diesterweg stets so eifrig gewirkt hat, müssen und werdendiese Freuden, sowie dieses Hochgefühl sich steigern und zu immer gröbererVertiefung in deutsche Erziehung und deutsches Leben von neuem auf-fordern und ermuntern.
Bonn.
H. Langenvcrg.