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wodurch und wie? Durch das Auswendiglernen des Katechismus,der Kernlieder und der Sprüche und andere Schulkünste. Nein,antworten moderne Pädagogen, durch nichts anderes alsdurch Arbeit — Erziehung zur Arbeit durch Arbeit.So Pestalozzi auf seinem Neuhos, so Fröbel in Marienthalund in seinen Kindergärten überhaupt, so, in fortgesetzter Aus-bildung dieser Bestrebungen, vr. George ns in Schloß Zwölf-axing bei Wien.
Die alte Schule war Lernschule im prägnanten Sinnedes Wortes; im Gegensatz mit ihr kann die moderne Schule,wo sie hiugedruugen ist, Arbeitsschule genannt werden.Pösche hat ihre Idee am ausführlichsten dargestellt, ohne be-sondere Beistimmung der Leser. Mag sein; es mag sein, daßzu viel verlangt wurde, daß die eigentliche Handarbeit nicht indie Schulen, wie sie bei uns sind, gehört; aber die Forderungwird heutiges Tages kein praktischer Lehrer mehr bestreiten, daßder Knabe und ebenso das Mädchen in der Jugend und folglichauch in der Schule das Arbeiten lernen solle, das Arbeitenmit den Händen, das Arbeiten mit dem Kopfe, das Arbeiten mitdem Kopfe und mit der Hand, beides zugleich: durch Denken undAusführen und Anwenden des Gedachten, sowie durch Überlegenund Nachdenken über die Handarbeit, besonders der Mädchen.Nichts rein mechanisch und gedankenlos, alles mit Verständnisund Einsicht. Arbeiten und Denken darf nicht voneinander ge-trennt werden. Je jünger das Kind, desto mehr geht dem Ver-ständnis (der Theorie) die Praxis voraus: im reiferen Alterfolgt die Anwendling der Einsicht. Also Erziehung zur Arbeitund zur Arbeitsamkeit durch Arbeite» uud Nachdenken. Die alteLernschule paßt nicht mehr in unsere Zeit, sie ist veraltet, leidernoch lange nicht in erforderlichem Grade überwunden. Wie vieldes im Leben und im Geiste ganz unbrauchbaren Zeugs wird inunseren Schulen noch debitiert! Oder nicht? Aus diesem Gesichts-punkte gehe inail einmal auf eine genaue und gründliche Unter-suchung der Lernstoffe und der Methode ein — das wird einefruchtbare Arbeit sei». Der Gedanke der Arbeitspädagogikdarf uns nicht wieder verschwinden. „Der Schulzwang ist nicht