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4 (1891)
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nalität und deren historische Bedeutung nicht begriffen hat."(Drang zum Wissen pflegt eine gesunde Jugend zu offen-baren von ihremDrang zu glauben" ist nichts zu ver-spüren.)

4)Darf unsere heimische Jugend mit Recht von denSchulen eine Förderung im Glauben verlangen, so will ichgerade in der deutschen Lektüre dasjenige vermieden wissen, wo-gegen wir aus irgend welchem Grunde nur unserer Schüler willenOpposition zu machen gezwungen wären. Wir sollen in dem,was wir aus unserer vaterländischen Entwickelung vorsühren,vielleicht bloß zur Bildung des Witzes und Verstandes, odereiner frühreifen und darum unzeitigen Kritik einen Lehrstoffgeben, der mit dem Zwecke der Jugendbildung zur Nationalitätnicht übereinstimmte?" (Man vergesse nicht, daß das in bezugauf denNathan" gesagt ist!)

5) Schiller und Klo pflocksind lediglich auf dem Bodendes Christentums erwachsen" undführen unserer Jugend dieergreifendsten Züge christlicher Tugenden zu." (Das thut alsoLessing nicht?)

6)Sein (des Nathan) künstlerischer und litterar-historischerWert entzieht sich dem Verständnis der Schüler auf allen Stufen,seine Bedeutung läßt die Jugend besten Falles kalt, seine Schön-heit erwärmt keinen unserer Schüler." (Ein schönes Zeugnisfür ein Gymnasium!)

7)Fragt man die Jugend nach ihrer Teilnahme amNathan u. s. w., so hat sie keine sittliche Erhebung, die ihrbelebend nachwirken könnte, gewonnen." (BedauernswürdigeJugend!) *

*Nationale Kultur" heißt das große Wort, welches von denDächern herab gepredigt werden muß Eintauchung der Men undJungen in den edlen deutschen Geist, wie er dargestellt ist in den Meister-werken großer Vaterlandsgenossen, unter welchen unbestrittenermaßenLessing einer der ersten ist. Sein Geist ist deutscher Geist der edelstenArt, und in keinem seiner Werke ist derselbe stärker, eindringlicher, ein-schneidender ausgeprägt als in seinemNathan". Ihn studieren, ihn sichzu eigen machen heißtsich deutsch erziehen". Wer sagte das?

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