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einen ganz speziellen Lehrplan für sämtliche Volksschulen despreußischen Staates vorgeschrieben, also keine Rücksicht genommenauf die Verschiedenheit der Provinzen, aus die Verschiedenheitder einzelnen Orte. Alles ist abermals nivelliert und den Schul-lehrern ein Zwang auferlegt worden, der zur Abschwächung undzum Verlust der Freudigkeit der Schullehrer in ihrem Berufe imallerhöchsten Maße beigetragen hat. So ist es den Volksschulenergangen, der büreaukratische Absolutismus hat demnach überdas gesamte Schillwesen des preußischen Staates sich erstreckt,von oben bis unten. Ich halte diesen Zustand, dieses Verfahrenfür grundverderblich. Für gleich verderblich erachte ich denklerikalen Einfluß aus die Schule. Meine Herren, sie kennenden Standpunkt unserer Geistlichen; es ist der Standpunkt derEinseitigkeit. Ihr Dichten und Trachten geht vorzugsweise dar-auf hin, die Erziehung so zu lenken, daß die Kinder mit denkirchlichen Grundbegriffen, mit den kirchlichen Satzungen undDogmen bekannt werden, in und zu kirchlichem Eifer erzogenwerden. In diese Richtung hinein treiben unsere Geistlichen dieLehrer, in eine Einseitigkeit ähnlicher Art, und nur zu häufig insolchem Grade, daß von einem freien Standpunkt, voir allseitigerWirksamkeit der Lehrer gar nicht mehr die Rede sein kann. Ichhalte daher die Stellung der Lokalpastoren zu deu einzelnenLehrern — was die Beaufsichtigung der Schule und der Persondes Lehrers betrifft, die so viele der traurigstell, schmerzlichstenKonflikte hervorbringt, daß sämtliche Lehrer des preußischenStaates, mit sehr wenigeil Ausnahmen, die Ablösung von dieserBeaufsichtigung beantragen und diese für eins der dringendstenBedürfnisse erklären — ich sage, ich halte dieses ganze Verhältnisfür unhaltbar. Sie werden wahrscheinlich im Verlauf derheutigen Debatte als Grund, warum die Kirche die Schule nichtfreigeben könne und dürfe, auch den hören, daß man sagt, dieSchule sei die Tochter der Kirche, das ist vielfach öffentlichbehauptet worden und wird auch hier wiederholt werden.
(Ruf aus dein Zentrum: Pst! Auch richtig!) (Heiterkeit.)
Meine Herreil, es ist dies teilweise der Fall, wenn man andie alten Küsterschulen denkt; nicht aber gilt es in betreff unserer