Druckschrift 
4 (1891)
Entstehung
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ihre Schüler als Unterrichtsgegenstcmd fürs Leben. Von denHausfrauen nicht zu reden, welche Küche und Keller zu bewachen,für gesunde Kost zu sorgen, Gefahren abzuwenden, ihre Dienst-personen anzuleiten und zu überwachen haben

Wie scheuert man messingene und kupferne Gefäße? Listebeugt man der Vergiftung in .Kupfergefäßen vor? Wie beseitigtman den Kesselstein (falsch Salpeter genannt) in den Theekesseln?Wie reinigt man Wasserkaraffen? Wie inacht man sauergewordeueFleischbrühe oder Milch wieder genießbar, schmackhaft und gesund?Wie entfernt man Fett- und andere Flecken von den Kleidungs-stücken? Wie entsteht der Rost, wie verhindert man ihn?Was für eine Bewandtnis hat es mit dem Brausepulver, mitdem Schäumen des Bieres, mit den: Schießpulver, mit demKohlendunst und der Kohlensäure, mit der Spiritusflamme, demGaslicht, mit den Chlorräucherungen, mit der Wirkung desharten und weichen Wassers aus die Seife, auf Erbsen undLinsen? Wie hat man den Ofen zu Heizen, was nützen her-metisch schließende Ofenröhren, wie entsteht Lebensgefahr durchnnzeitiges Schließen der Klappen? Warum ist es unnütze Ver-schwendung des Holzes, wenn mehr als zum Sieden des Wassersverwandt wird? Wie beugt inan dem Springen der Gläservor? Was ist Verbrennung, Verwitterung, Verwesung?Welche Veränderung erleidet die Luft durch das Atmen derMenschen und Tiere? Was ist Luftreinigung, und wie wird siehervorgebracht? Warum entsteht durch grüne Tapeten (dasSchweinfurter Grün) Vergiftung der in solcher Umgebung atmen-den Menschen?

Genug, von der Anwendung chemisch einfacher Kenntnissefür Handwerker: Brenner und Brauer, Färber und Gerber,Gold- und Silberarbeiter, Kupfer- und Steindrucker, Photo-graphen, Bäcker und Töpfer, Nadler und Klempner, und vonder Anwendung chemischer Kenntnisse auf die Landwirtschaft nichtzu reden!

Auch nicht zu reden von der formal-bildenden Kraft dieserKenntnisse und von dem besseren Verständnis der uns überallumgebenden chemischen Naturprozesse.