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und Entwickelungen. Das Alte sperrt sich gegen das Neue, unddas Neue findet einen Widerstand an dem bestehenden Alten. DerKamps ist unausbleiblich in der Natur und im Menschenleben.Ohne Zweifel hat die Natur dabei die große Absicht, die Kräftedurch den Kampf und Widerstand zu stählen und zu erhöhen. —Das dritte Gesetz ist die organische Entwickelung des einenaus dem andern, des Nachfolgenden aus dem Vorhergehenden.Man muß dabei das Wort organisch nicht so eng fassen, daßman es nicht bloß auf die eigentlichen Organismen, Pflanzenund Tiere, beschränkt, sondern im weitern Sinne ist auch dieErdbildung organisch vollzogen, alles hat sich organisch gebildet.In diesem Begriffe des Organischen liegen zwei Momente: daserste Moment ist, daß jede Neubildung gesetzlich vor sich geht,nach dem ersten Gesetze; und das zweite wichtigere Moment, daßin jeder neuen Bildung zugleich der Keim zu einer spätem Neu-bildung liegt. Das ist das Wunderbare in der Natur, daß, so-bald man meint, es sei ein Abschluß erfolgt, in dem eben fertigenschon wieder der Keim zu einer fortgesetzten Neubildung liegt.Um aus der Menschengeschichte ein Beispiel zu wählen, hat einenglischer Staatsmann die englische Verfassung ein wunderbaresProdukt genannt, und sie ist es wirklich; jenes praktische Volkhat — wahrscheinlich nicht mit Hinblick auf jenes Naturgesetz,sondern aus Instinkt und Takt — die Weisheit besessen, solcheStaatsformen zu erfinden, in welchen die Möglichkeit und Leichtig-keit gegeben ist, aus der einen Bildung zu einer neuen höhernhinaufzusteigen. Denn das ist das vierte und letzte Gesetz, dasich Ihnen vorführe: die Natur geht von niederen Produktenimmer zu höheren hinauf. Der Mensch kann etwas von derNatur lernen, es ist Weisheit und Vernunft in der Natur, siebleibt bei keiner Bildung stehen, und das, was sie im Reiche derOrganismen später erzeugt, ist ein höheres, vollkommneres Pro-dukt als das vorhergehende.
Nun entstehen am Schluffe unserer Betrachtungen noch zweiFragen, auf die ich noch kurz eingehe. Wenn wir nämlich, inder Gegenwart lebend, die Vergangenheit betrachtet haben, sofällt unser Blick auf die Zukunft. Es ist ein unüberwindlicher