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3 (1891)
Entstehung
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weiter eine geologische Periode von der Gegenwart entfernt ist,desto unvollkomniner sind die Pflanzen nnd die Tiere; je näherder Jetztzeit, desto vollkommner.

Gehen wir nun weiter zurück in die sogenannte Primär-periode, so findet sich zunächst unter dem bunten Sandsteindem letzten Glieds der Sekundärperiode der Zechstein, einaus mehreren Gliedern von großer Mächtigkeit bestehendes Ge-birge. Das merkwürdigste Glied des Zechsteins ist der Kupfer-schiefer; ein Schieferthon, durchdrungen von Kupfererz, welchesbergmännisch gewonnen wird und eine große Menge von Ab-drücken von Fischen enthält, diemeist in gebogener Stellungerscheinen, woraus die Geognosten geschlossen haben, daß dieFische plötzlich gestorben sind. Man meint, daß das Wasserplötzlich von einer Kupferauflösung durchdrungen worden sei,welches die Fische getötet habe. Unter dem Kupferschiefer liegtdas sogenannte Rotliegende und das Rottot liegende.Der Bergmann nennt jedes Gestein tot, welches keine Metalleenthält. Es ist ein roter Sandstein, aus dem in hiesiger Gegenddie Mühlsteine gemacht werden. Nach dem Rotliegenden findenwir das merkwürdige Gebirge, welches für die Technik von dergrößten Bedeutung geworden ist, das Steinkohlengebirge.Ich habe schon gesagt, daß die Geologen nicht im stände sind, zubestimmen, wie lange es her ist, seitdem sich irgend eine der vorEntstehung des Menschengeschlechts entstandenen Formationen ge-bildet hat; aber sie sind einigermaßen im stände, anzngeben, wielange eine Periode dauern mußte, um irgend ein Gebilde zu er-zeugen, und das ist namentlich bei den Steinkohlen der Fall. Esgiebt mehrere Momente, aus denen diese Schlüsse gezogen werden.An den Ufern des Mississippi, der ehemals eine viel be-deutendere Größe gehabt hat wie auch andere Flüsse, z. B.der Rhein finden sich in den Anschwemmungen zehn verschiedeneCypressenlager, so daß die Stämme der verschiedenen Lager über-einanderstehen und zum Teil noch eine senkrechte Lage haben,woraus hervorgeht, daß sie noch an derselben Stelle stehen, wosie gewachsen sind. Diese sind durch Sand- und Thonschichtenvoneinander getrennt, Dies beweist, daß das Wasser, welches