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3 (1891)
Entstehung
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standen, wann sie wieder verschwunden sind, und wie die Reihen-folge der Organisationen auf der Erde sich im allgemeinen ent-wickelt hat. Deswegen richten die Geognosten ihre besondere Auf-merksamkeit auf die Versteinerungen. Sie sind die Denkmünzender Schöpfung, sind für die Geschichte der Erdbildung ungefährdas, was die Antiken für die Auffassung der Kulturverhältnisseder Völker sind. Man kann sie daher die Antiken der Erde nennen.Merkwürdigerweise haben die Geognosten anfangs diese Versteine-rungen für Naturspiele erklärt, für Launen der Erdschöpfung;aber eine nähere Betrachtung hat bald ergeben, daß sie wirklicheReste von Tieren und Pflanzen sind.

Die Geologen teilen die ganze Zeit, welche verflossen istwährend der Geschichte der Erdbildung, wesentlich in drei Peri-oden. Sie sprechen von einer jüngern Zeit, einem Mittelalterund einer ältern Zeit, von einer Tertiär-, einer Sekundär- undeiner Primärzeit. Wie lange diese Perioden gedauert haben,weiß man nicht. Deswegen spricht man nicht von einem abso-luten Alter der Erdschichten, sondern nur von einem relativen;man kann im allgemeinen nur sagen, welches die Reihenfolge inder großen Zeitperiode der Erdbildung ist.

Die Zeit, die dein Alluvium vorangegangen ist, nennt mandie Tertiärzeit; die ganze Masse der Bildungen der Tertiär-zeit aber das Diluvium. Diluvium heißt bekanntlich Über-schwemmung, Sündflut. Aus der Betrachtung der Schichten, diesich in dieser Zeit gebildet haben, geht hervor, daß sie Produktedes Wassers sind. Es sind teils Produkte des Meeres, teils dessüßen Wassers; die Bildungen der einen Art haben auf demfesten Lande mit den Bildungen der andern Art gewechselt, sodaß es Zeiten gegeben hat, wo das Meer das feste Land über-schwemmt hatte, und andere Zeiten, wo das Meer zurückgetretenwar und süßes Wasser das Land bedeckte. Das weiß man ausden Versteinerungen. Alan findet in den Schichten der Tertiär-zeit teils Organismen, die nur im Meere gelebt haben können,teils solche, die ihre Entstehung dem süßen Wasser verdanken.Dieser Revolutionen hat es eine unbestimmte Anzahl gegeben, dieoft auf eine merkwürdige Weise miteinander gewechselt haben.