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3 (1891)
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allmählich höher, wie z. B. Teile von Norwegen und Schweden,was zwar nicht in einem einzelnen Jahre beobachtet werden kann,aber doch in einer langen Reihe von Jahren. Im Meere lebenkleine Tiere, die sogenannten Polypen oder Korallentiere, welcheman als die Hauptarchitekten betrachten kann; sie führen Gebäudeauf, gegen welche die größten Bauwerke des Menschengeschlechts,die Pyramiden, wie Maulwurfshügel erscheinen. Wenn diesedie Oberfläche des Meeres noch nicht erreicht haben, werden sieden Schiffern sehr gefährlich. Kommen sie über die Oberflächedes Meeres hinauf, so werden sie von Schlamm und dergleichenbedeckt und bilden die Korallen-Inseln. Außerdem schlagen sichim Meere mancherlei Dinge, Salzmassen u. s. w. nieder.

Auf dem festen Lande, den jetzigen Kontinenten, nehmen wirim allgemeinen wenig Veränderungen wahr. Dahin gehören: dieProdukte der merkwürdigen kleinen Tiere, die man nur mit demVergrößerungsglase betrachten kann, der sogenannten Jnfusions-tiere. Es ist bekannt, daß unsere Stadt zum Teil auf einemJnfusionslager von etwa 100' Mächtigkeit ruht. Diese Tiereleben zum Teil noch und sind in der Regel, wie Ehrenbergnachgewiesen hat, mit einem Kieselpanzer versehen; sie vermehrensich mit so unglaublicher Geschwindigkeit, daß z. B. das Räder-tierchen in ein paar Wochen Billionen von Nachkommen hat. DieKieselpanzer kleben zusammen, nnd bilden nach und nach einefeste Masse; nach Ehrenbergs Angaben besteht ein einzigerKubikzoll des Biliner Schiefers, des Kreidegebirges u. s. w., ausmehreren Millionen solcher Kieselpanzer. Außerdem finden wiraus der Oberfläche des festen Landes die Torflager (mit demRasen-Eisenstein), die sich unter unfern Augen bilden, bis zu50' mächtig, bestehend aus Eriken, Mosen, Flechten und andermGewurzel, welches allmählich zusammenbackt, von Bitumen, Erd-harz, durchdrungen wird und langsam verkohlt.

Das sind ungefähr die Hauptveränderungen, die wir nochgegenwärtig auf dem Meere, wie auf dem Lande zu beobachtenGelegenheit haben. Die ganze Summe der dadurch gebildetenSchichten und Niederschläge nennt man das Alluvium, dasAngeschwemmte. Mehrere Geognosten rechnen dazu noch, was