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von ihnen geglaubte Wahrheit in Zweifel gezogen oder auch nuruntersucht werden solle, in Angst lind Schrecken geraten unddarüber aufschreien, daß daraus möglicherweise diese oder jeneschädliche Folge hervorgehen werde, und was daraus werdensolle, wenn dies oder das (dies oder das geglaubte Heiligtum)nicht mehr als haltbar erfunden werden sollte. So denken undreden die Nichtkenner der Menschennatnr und der Natur über-haupt, die Nachbeter und Nachtreter menschlicher Erfindungenund Satzungen, deren Denkweise ebenso zweideutig in ihrem Ur-sprünge, wie zweifelhaft in ihrer Zweckmäßigkeit erscheint; essind die, welche sich des Vertrauens gegen menschliche Einrichtungenberühmen und als die eigentlichen Vertrauensmänner gerieren,während sie sich gegen die Natur, die doch gewiß, wem, etwas,von Gott ist, voll Mißtrauens erweiseil, aber sich, trotzdem oderwegen dem, als die um Sittlichkeit, Volkswohl, Glaubeil undStaat wohlwollend Besorgten darstellen; es sind die Schwach-kvpfe und Heuchler. Kein gesunder Mann fällt dieser Schwach-heit anheim, er will die Wahrheit und folglich die Forschung,möge einfallen, was sich damit nicht verträgt, je eher, desto besser— möge daraus folgen, was da wolle.
Ans diesem Gesichtspunkte betrachte man einmal so manchenAufsatz der pädagogischen Journale, namentlich diejenigen, welcheinfolge der Entdeckung lind Jnthronisierung der Geinütspädagogikans Licht getreten sind, und mail bekommt wahrlich keinen hohenBegriff von der Selbständigkeit der Lehrer! Kanin sehen sie,daß einer eine neue Fahne erhebt, und blind stürzen sie sichdarauf los, um sie, natürlich ebenso schnell, wenn eine andereStandarte in den Lüften flattert, wieder zu verlassen! Hiiiuiid-herschwanken allüberall und weibisches Geschwätz obenein! DieBefolgung des oben von I. Grimm ausgesprochenen Grund-satzes hält das eine und das andere fern! — Kehren wir zuunserem Gegenstand zurück!
Jakob Grimm untersucht zuerst die Hypothese von deinunmittelbar göttlicheil Ursprung der Sprache. In diesem Fallehabe der Schöpfer dem Menschen die Sprache entweder an er-schaffen, oder sie ihnen nachher offenbart. Er handelt