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führenden, von einzelnen Thatsachen ausgehenden, analytisch-heuristischen Methode ein Muster für alle Zeiten. Es hat weniggeholfen, muß man mit Schmerz sagen, wenn man die Masseder in ganz entgegengesetzter, der Natur der Sache und derMenschen widersprechenden Weise fortorakelnden Religions- undandrer Lehrer betrachtet, wenn man wahrnimmt, daß der Despo-tismus, den sie, nach wie vor, auf das Volk und seine Jugendausüben, als die zur Seligkeit führende Weise hier und da vonmachthabenden Häuptern gepriesen wird. Trotzdem ist dasWirken der genannten großen Männer nicht verloren, wenn aucheskamotiert und verschüttet von denjenigen, die sich in dieserfluchwürdigen Verfahrungsweise als wahre Virtuosen erweisen.Die verfinsterte und unterdrückte Welt wird aber wieder erwachenund den genannten großen Vorgängern einen Auferstehungsmorgenbereiten. Bis dahin müssen wir einzelne uns begnügen, auf siehinzuweisen und, ergriffen von der unseren Geist durchleuchten-den Wahrheit, nach ihrer Art zu denken und zu leben, die inuns lebende, ihnen ähnliche, auch nicht gemachte, sondern ge-wordene Natur zu stärken und zu kräftigen. Der Lehrdespotismus,wie jede Art des Despotismus, dringt auf Einheit, Einförmig-keit, Konformität und Uniformität; das Sy st ein ist sein Werk-zeug, mit dem er die Menscheuseelen in die gemachte Form ein-spannt und das ihnen eigentümliche Leben unterdrückt. Wennetwas, so verdient sein Thun den Fluch der Menschenerzieher.
o) Das Prinzip des Fortschritts und des un-endlichen Entwickelungsprozesses der Menschheit.
Wie jeder Mensch, so hat sich die Menschheit geschichtlich ent-wickelt. Jede Entwickelung ist historischer Prozeß, aus einemKeime zu fortschreitendem Werden und Gestalten. Jeder Menschsoll den Entwickelungsprozeß der Menschheit durchmachen. Darumstellt man ihn auf historischen Boden, entwickelt durch die Ge-schichte des Menschengeschlechts ihn selbst, durch die Geschichteder Religion sein religiöses Bewußtsein.
Die Geschichte schließt nichts ab, gelangt nur zu Stadienund Epochen, die einen ferneren Fortschritt bedingen, den Keimdazu in sich tragen. Der Entwickelungsprozeß ist ein unendlicher.