XXI.
Nein Neligionsunlerricht.
Wie will ich, daß der Religionsunterricht inder Schule (Volksschule) erteilt werde?
Die Antwort wird voneiuem einzigen Grundsätze regiertund diktiert, der nur der Auseinandersetzung (der Explikationoder meinetwegen des Beweises der Richtigkeit) bedarf. Er heißt:der Religionsunterricht soll den ganzen Menschenbilden, oder:
der Religionsunterricht soll die Grundlage, den Mittelpunkt (denKern, oder wie man will) der Bildung des jungen Menschenauch in der Schule legen, oder darbieten, oder erzeugen (ebenfallswie man will). Ich halte mich aber an den ersten, darum ge-sperrten Satz und gehe nun dazu über, zu sagen, was er setzt(voraussetzt, enthält re.).
Zuerst aber muß ich noch dem Einwande begegnen, daß erja (im Widerspruch mit andern meiner Ansichten) erreichen zukönnen prätendiert, was nur von der ganzen Schulthätigkeit undEinrichtung verlangt werden kann, daß dem Religionsunterrichtalso hier zu viel aufgebürdet wird. Dieses muß ich als richtigzugeben; aber dennoch bleibe ich bei meinem Satze. Indem ichihn festhalte, mache ich damit meinen Gegnern eine Konzession,meinetwegen ein Kompliment (eaptatio bsnsvolsntiao). Diesenämlich pflegen in so hochtrabenden Worten und allgemeinenForderungen von dem Religionsunterrichte zu reden, daß dagegenalles andere fast verschwindet. Nun, es sei drum; welchen Rang