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Wie sollen wir die Unterrichtspädagogik der neuesten Schulenennen?
Realistisch kann sie nicht heißen, denn sie hat dieNeigung, die Realien zu verbannen.
Materialistisch kann sie nicht heißen, denn sie liefertwenig Materie, und sie würde sich auch für dieses Prädikat be-danken.
Formal und formalistisch ist sie nicht und will sienicht sein.
Es bleibt nichts übrig, als sie nominalistisch oder ver-balistisch zu nennen, sie geht vom Worte aus, legt vor-zugsweise Wert aufs Hören, Annehmen, wörtliches Auswendig-lernen und Hersagen, aufs geschriebene Wort; sie ist die Schuledes Wortes, und der ihr entsprechend verfahrende Lehrer ist der„Diener am Worte". —
„Die formalistische Pädagogik erzeugt den abstrakten Unter-richt und vernachlässigt die Gemütsbildung."
Der Unterricht in der allerneuesten Schule ist vorzugsweiseMemorier- und Wortunterricht. Denn die „formalistische Päda-gogik" fußt bekanntlich auf der Anschauung der wirklichen Dinge.Auf welcher Seite liegt nun der abstrakte Unterricht? DerWortunterricht, muß mau sagen, ist nur abstrakt, nein, er istnicht einmal abstrakt, oder er ist es nur, wenn wirkliche Vor-stellungen ihn: zu Grunde liegen, die aber fehlen; nein, er istmehr oder noch weniger als abstrakt, er ist hohl.
Unser Unterricht, namentlich der in der Formen- und Zahlen-lehre, soll abstrakt sein! Dieses kann von unserer Methode durch-aus nicht gesagt werden. Wir gehen überall von wirklichenDingen und konkreten Beispielen aus und veranlassen denSchüler, die Wahrheit, das Gesetz und die Regel, selbst zu findenund die gefundenen allgemeinen Wahrheiten auf Welt und Lebenanzuwenden.
Wir thun dies absichtlich und mit klarstem Bewußtsein undwerden uns, so Gott will, durch das Geschrei der Allerneuestendavon nicht abbringen lassen.
Tenn: 1) sind jene Gegenstände diejenigen, an welchen sich