Druckschrift 
3 (1891)
Entstehung
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in Glaubenssachen, nndeutsch ist darin jede Art von Zwang,alles Verketzern und Richten.

20. Deutsch ist das Recht der Bildung religiöser Gemein-schaften, undeutsch das Staatskircheutum.

21. Deutsch ist iu bürgerlicher Beziehung die Gewerbefreiheit,undeutsch (den heutigen deutschen Zuständen und Bedürfnissennicht mehr entsprechend) jede Art von Zunftzwang.

22. Deutsch ist die Selbstregieruug der Gemeinden, un-deutsch deren Bevormundung.

23. Deutsch ist die Berücksichtigung provinzieller Verschieden-heiten, undeutsch die abstrakte Gleichmacherei.

24. Deutsch ist die organische Gliederung, die Dezentrali-sation, undeutsch das Zentralisieren.

25. Deutsch ist das öffentliche und mündliche Verfahren vordem Richter und in Vergehen und Verbrechen die Einführungdes Schwurgerichts, uudeutsch das heimliche und schriftliche Ver-fahren und die Verurteilung ohne Zuziehung freier Bürger.

26. Deutsch ist das Recht der freien Rede des Mannes,undeutsch (eiugeschleppt) die Zensur.

27. Deutsch ist das Versammlungsrecht freier Männer, un-deutsch ist das Gegenteil.

28. Deutsch ist die Waffenfähigkeit des Mannes und dieeigne Beschützung des Herdes, undeutsch die Beschützuug von Hausund Hof durch fremde Söldlinge.

29. Deutsch ist die Teilnahme des Volks an der Bewilligungder Steuern und der Gesetzgebung, undeutsch der Absolutismus.

Die Zahl der Positionen ließe sich leicht vermehren, aber ichbreche ab. Wer das den germanischen Geist regierende Prinzipder individuellen Freiheit aufgefaßt hat, weiß, was ihmgemäß ist und was ihm widerspricht. Von manchem habe ichgar nicht gesprochen, z- B. nicht von dein Trieb nach nationalerUnabhängigkeit, Selbständigkeit und Einheit. Daß dieser Triebin dem deutschen Volke lebt, das hat, für jeden erkenn- undfühlbar, das Jahr 1848 von neuem gezeigt. Vom Bodensee biszur Königsau und von Saarbrücken bis Memel erging ausMillionen Kehlen der Ruf nach deutscher Einheit, kein Bedürfnis