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Wissenschaft, deutsche Philosophie u. s. w. u. s. w. bis hin zuden Kämpfen der Deutschen auf den Schlachtfeldern, wo sie unterübrigens gleichen Umständen stets Sieger blieben, wenn ihrInneres, ihr Gemüt für den Kampf ergriffen war! Dann wirdman unsre Behauptung nicht für unwahr erklären: der Germanehat die Wurzel seines Lebens in dein Gemüt, er ist mit einer be-sonderen Kräftigkeit begabt, er führt daher auch vorzugsweise eininnerliches Leben, es ist der ihm eigenste Schatz.
Und gerade deswegen, weil er diesen Schatz in sich besitzt,weil er sein eigenstes Eigentum ist und sich desselben als einesBesitztums, das er mit niemand teilt, bewußt .ist, legt er denHauptwert auf seine Persönlichkeit, aus den Schutz und die Ach-tung derselben, die er auch bereitwillig jeder andern Persönlich-keit zuerkennt; eben darum wird er beseelt und belebt von deinPrinzip der persönlichen und individuellen Freiheit. Ein Volk,in welchem diese Innerlichkeit weniger tief angelegt ist, das sich,wie der Slave und der Romane, mehr in die Äußerlichkeit Hinein-getrieben fühlt, wird auf die selbsteigne Persönlichkeit wenigerWert legen als ein den germanischen Stämmen gleichgeartetesVolk. Die Individuen eines Volkes jener Art werden weit leichterfür irgend ein Ziel zu vereinigen sein, es wird weit wenigerschwer sein, ein solches Volk zu despotisieren, zu knechten, oder auchfür äußere Zwecke zu fanatisieren, als ein germanisches Volk,dessen Gliedern die individuelle Freiheit über alles geht. Schränktdie Welt ihr Handeln ein, sie lassen es sich eher gefallen, als einenEingriff in ihr inneres Leben, — „frei wollen sie sein im Denkenund im Dichten", frei für sich. Der Deutsche führt ein Gemüts-leben, er lebt im Gemüt, die Innerlichkeit ist ein Hauptzug seinesCharakters, er wird vom Prinzip der individuellen Freiheit regiertund bestimmt.
So glaube ich den innersten und tiefsten Grund der Natur-beschaffenheit des Germanen und damit des Deutschen angegebenzu haben und kann nun wohl dazu übergehen, daß ich sage, wasnach meiner Meinung
8. Deutsch ist, und was nicht.
Die Antwort lautet allgemein: Alles, was mit der darge-stellten Eigentümlichkeit des Deutschen, mit dem Leben im Gemüt,