Druckschrift 
3 (1891)
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4. Die Bestätigung des Prinzips.

Die vorhergehende Begriffserörterung mar zmn Verständnissenotwendig. Ehe wir weiter gehen, wollen wir uns nach Mo-menten mnsehen, welche die Richtigkeit des Prinzips bestätigen.Durch sie wird derjenige, der etwa noch daran zweifeln sollte,daß das Prinzip der persönlichen Freiheit in der That dasLebensprinzip der germanischen Völkerschaften ist, von diesen:Zweifel befreit werden.

Wie das Prinzip aus den großen allgemeinen Zügen derGeschichte des deutschen Volkes herausleuchtet, so ist es auch ineinzelnen Erscheinungen der Fall.

Wer sich persönlich und individuell frei fühlt Lind frei seinwill, legt in jeder Beziehung Wert auf diese Freiheit, Unab-hängigkeit und Selbständigkeit.

Er strebt nach freiem Eigentum, er befreit dieses Eigentumvon fremdem Einfluß, er baut sich sein eigenes Hans, und zwarim Freien, durch Nachbarhäuser uicht geniert. Der alte Sachse(der Stamm der Sachsen ist ein Kernstamm der deutschen Nation)wohnte, wie jetzt noch vielfach der Westfale, auf seinem Gehöfte,von andern Gehöften abgesondert zur Sicherung der freienBewegung und persönlichen Selbständigkeit.

Der individuell sich frei fühlende Mensch wählt Sitten undGebräuche, Kleidung und Einrichtung der Wohnung nach seinen:Geschmacke ii: unfern: Vaterlande hat nicht nur jeder Stamm,sondern fast jedes Dorf seine eigenen Sitten und Gebräuche, dieMannigfaltigkeit ist darin unendlich. Die freie Bewegung ver-schmäht die Uniformität und Konformität, sie liebt die Mannig-faltigkeit und Besonderheit.

Der freie Mensch entwickelt seine Individualität, sie ent-wickelt sich in der Freiheit, nur in der Freiheit, nicht unter den:Zwange. Sie offenbart sich in allen:, namentlich auch iu derSprache. Jeder individuelle Mensch hat seine Sprache und manerkennt ihn, nicht bloß äußerlich, sondern auch innerlich, an seinerSprache.Sprich, damit ich dich sehe!" Wie inan jedes In-dividuum au seiner Sprache, so erkennt man in unser::: Vater-