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3 (1891)
Entstehung
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XIII.

Überwundene Gegensätze.

Überwunden ist

1. der Dualismus und Gegensatz zwischen demDiesseits und dem Jenseits. Das Jenseits ist dieFortsetzung des Diesseits; das ruht auf Analogie und Glauben.Das jetzige Leben verhält sich zum folgenden wie das Leben desFötus zu dem nachherigen an dem Lichte des Tages. Der Fötusmag vom nachfolgenden Leben solche Träume und Ahnungenhaben, wie wir vom Leben jenseits jener Kluft, überwelche keine Brücke zurückführt. Das daß ist dem unzweifel-haft, welcher an eine selbständige Substanz der Seele glaubt;von dem wie weiß kein Sterblicher etwas. Aber daß es sichan dieses Leben anreiht, aus demselben hervorgeht, eine Fort-setzung desselben ist, folglich keinen Widerspruch mit demselbenbildet, ist gewiß. Das Gegenteil ist undenkbar. Es giebt ver-schiedene Arten des Seins, nach den jedesmaligen Bedingungen;aber es giebt keine zwei Leben, sondern nur ein Leben.

Überwunden ist

2. der Gegensatz zwischen Heiligeu-Geschichteund Profan-Geschichte, heiligem Lande und nn-heiligem Lande und ähnliche.

In Menschenleibern wandeln keine Heilige umher und keineTeufel. Es finden unter den Menschen gradweise, keine art-weisen Unterschiede statt. Von dem schlechtesten bis zum bestengiebt es unzählige Zwischenstufen und Übergänge. Alles