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b) aller die Denkentwickelung nnd Denkfreiheit der Jugendbeengende Zwang, sei er moralischer oder physischer Art,jedwede Fesselung und Beengung der Geistesthätigkeit durchmechanischen Zwang, z. B. Gedächtnisbelastung, mechanischeÜbungen in geistigen Dingen, Formelnkram u. dgl. m.;
<;) jede Bewachung der freien Meinungsäußerung;ck) jede Vorteilszuwendung oder Bevorrechtung wegen des Be-kenntnisses zu diesem oder jenem. Kein staatsbürgerlichesRecht darf an irgend eine Meinung, ein Bekenntnis, dieZugehörigkeit zu dieser oder jener, zu irgend einer Kirche,zu dieser oder jener politischen Meinung, geknüpft werden.Denn solche Einrichtungen hemmen die freie Entwickelungdes Einzelnen und des Ganzen. —
Dieses sind einige der Grundgesetze jeder freien Gesellschafts-konstitution. Den Wert derselben bemessen wir an ihrer Über-einstimmung oder ihrem Widerspruch mit denselben. Wirdletzterer vollkommen fern gehalten, so entspricht die Verfassungdem ewigen Bedürfnis der Menschennatur; wo nicht, nicht. Wokeine Beengung der freien Thätigkeit der Menschen stattfindet,als die, welche die gleiche Gerechtigkeit gegen alle festsetzt, dafühlt sich der Mensch frei. Je inehr einer jede Abweichung vondieser Norm, jede Art der Beengung empfindet, desto edler istseine Natur. Der an die Fessel gewöhnte Sklave empfindet dieFessel nicht, des Schwächlings Natur reagiert dagegen nicht,weil sie Sklaven und Schwächlinge sind. Die edelste Naturempfindet den Druck am stärksten. Diese Stärke rührtalso nicht so sehr von dem objektiv stärksten Drucke, als viel-mehr von der Empfindlichkeit für denselben her. Wer irgendeine durch jene Bedingung nicht gerechtfertigte Beengung nichtempfindet, nicht stark und tief empfindet, ist eine unfreie, einesklavische, eine gemeine Natur. Jeder unnatürliche Drucktrifft daher diejenigen Menschen, denen die freie Bewegung zumBedürfnis geworden, welche sich dieses natürliche Bedürfnis amstärksten erhalten (konserviert) haben, am empfindlichsten. Werdas nicht weiß, lerne es von dem Adler und dem Hirsche! Beide
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